26
Sep

Hi

ich muss ein referat über die benutzung von radioaktiven Stoffen in der Medizin halten und möchte unter anderem die Sicherheitsmaßnahme in Krankenhäusern erläutern, wenn dort mit radioaktiven Stoffen gearbeitet wird (beim bestrahlen,röntgen und der Diagnose von Krankheiten.)

Ich habe auch schon "gegogglet", konnte aber nichts richtiges finden.

Gibt es keine besonderen Voraussetzungen bei der Arbeit mit radioaktiven Stoffen? (Licht, Temperatur ö.ä?)

Oder keine Sicherheitsmaßnahmen?

Ware echt klasse wenn da jemand etwas wissen würde.


Answer:
Licht oder Temperatur, also Klima und Umweltbedingungen sind den Strahlen (gamma) beim Röntgen recht egal, auch die Strahlentherapie benötigt keine besonderen Bedingungen (außer, dass die Patienten es nicht so gern extrem kalt oder heiß mögen…).

Bei der Bestrahlung sollte es halt halbwegs sauber sein, damit sich keine "Blitze" im Bild zeigen, z.B. durch Schwermetallstaub.

Was die Sicherheit angeht:

Jeder Radiologische Assistent, also vor allem jene Leute, die den ganzen Tag mit Röntgen oder Bestrahlung zu tun haben (in der Nähe der Geräte), tragen in der Regel ein "Dosimeter". Das ist so ein kleiner Anstecker, der die Strahlung misst, die darauf trifft. Das stellt sicher, dass keiner der Angestellten mehr als die zulässige Strahlendosis abbekommt.

Außerdem wird beim Röntgen und Bestrahlen ein Körperschutz vom Personal getragen ("Bleiweste"). Auch die Patienten kriegen einen Teilschutz, der die Körperteile abdeckt, die nicht geröntgt werden.

Bei der Magnetresonanztomographie dürfen keine Metallgegenstände getragen werden.

Generell sind bei der Bestrahlung (Röntgen oder Therapie) nur die nötigsten Menschen anwesend, und ausgelöst werden die Röntgen- oder Bestrahlungsgeräte sowieso in der Regel außerhalb des Bestrahlungsraumes.

Die Dosis wird so niedrig wie möglich gehalten, so dass sie gerade noch ausreicht, den Körper zu durchdringen, und die Geräte sind so gebaut, dass sie sehr scharf bündeln, also keine Strahlung unkontrolliert in alle Richtungen verteilt wird.

Wenn im Labor mit radioaktiven Stoffen gearbeitet wird, dann sowie meist in geschlossenen Systemen (Apparaturen), und die Proben werden in entsprechenden Gefäßen aufbewahrt (z.B. mit Blei ausgekleidet). Der Abfall wird unter besonderen Sicherheitsmaßnahmen als Sondermüll entsorgt, wie jeder andere Atommüll auch.

Die Mitarbeiter müssen regelmäßig zur Untersuchung, wo auch ihre Jahresdosis bestimmt wird.

Ein ehemaliger Kollege hat mir mal gesagt: "Wenn du ne Stunde im Gebirge unterwegs bist, haste etwa dasselbe an Strahlung wie wenn du hier 100 Bilder von dir knipsen lässt". Er wollte damit wohl die neuen Röntgengeräte loben :-)


Answer:
Vielen Dank für den Orden, schön dass ich dir helfen konnte :-) Melden


Answer:
Sämtliche Räumlichkeiten in denen mit radioaktiven Stoffen gearbeitet wird, werden mit Berylliumputz, welches eine ähnliche Wirkung wie Blei hat, verputzt. Eine Bleiauflage wäre umständlich und auch verhältnismässig teurer. Desweiteren werden alle Mitarbeiter die mit radioaktiven Stoffen arbeiten müssen mit Bleischürzen, die auch ziemlich schwer sind, ausgestattet. Beispielsweise ein Chirurg der am OP-Tisch stundenlang stehen darf und ein Herzkatheder legen muss, der ist nach der OP ziemlich geschafft. Er hat infolge des Gewichtes der Bleischürze nachher O-Beine./DoBo

Answer:
In den Räumen, wo mit radioaktiven Stoffen gearbeitet wird, sind die Wände mit Blei verkleidet, damit keine Strahlung in andere Räume gelangt. Die Fenster sind aus Bleiglas und das Personal trägt Bleikleidung über der Arbeitskleidung, wenn es mit den radioaktiven Stoffen und Strahlungen arbeitet.

Answer:
blei, und Blei dient deshalb als Schutz weil es die Energie der Strahlung absorbieren kann

Menschen die über längere Zeit der Röntgenstrahlung ausgesetzt sind, tragen auch immer einen Bleidetektor mit sich, der in regelmäßigen Abständen ausgewertet wird, weil es eine Bestimmung gibt, die besagt wie groß der maximale wert sein darf, dem man im Durchschnitt den Röntgenstrahlen ausgesetzt werden darf. (MAK-Werte)

@Don Bolo: ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass als Schutz Beryllium genommen wird. Beryllium ist ein sehr leichtes Atom. Die Fähigkeit eines Atoms Röntgenstrahlen zu absorbieren ist aber stark von der Masse des Atoms abhängig. Da Blei neben Bismut das schwerste Element ist, das nicht selbst radioaktiv ist, wird dieses als Schutz genommen.


Answer:
halt Schutz

This entry was posted on Friday, September 26th, 2008 at 2:42 pm and is filed under Alternative Medizin. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or TrackBack URI from your own site.

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