Apr
Ich habe ein Problem, welches sich einstellt, sobald ich etwa eine Stunde auf meinem Pferd sitze und zwar fangen nach dieser Zeit, vermutlich durch die vergangene Chemotherapie meine Hüftgelenke an zu Schmerzen sodass ich nach dem Absteigen erst mal nur sehr schlecht gerade laufen kann die ersten fünf Minuten.
Ich möchte mir dadurch aber die Freude an diesem Sport nicht nehmen lassen.
Ausserdem tritt diese Geschichte auch noch verstärkt auf, seitdem ich meinen neuen Sattel habe und dadurch näher am Pferd sitze.
Vorher hatte ich einen Westernsattel, der insgesamt aber, dadurch, dass ich halt im vergangenen Jahr wenig bis gar nichts tun konnte und dadurch dass mein Dicker fast ausschliesslich auf der Koppel stand absolut nicht mehr passte. Nun frage ich mich allen ernstes, ob dieses Problem jetzt bedingt durch den neuen Sattel ist, oder ob es nicht doch vielleicht von der Chemo herrührt und frage mich, was ich dagegen tun kann, damit es nicht mehr auftritt, denn ich möchte mir diesen schönen Sport nicht von irgendjemandem und irgendetwas vermiesen lassen, denn mein Pferd und die Arbeit mit ihm bedeutet mir wirklich das meiste und werde ich auch nicht aufgeben.
Wer kann mir dabei weiterhelfen, wieder Fit zu werden?
Answer:
Ach wenn es doch so einfach wäre, etwas nur ganz doll zu wollen.
Dann wären wir doch alle mindestens so gut wie Isabel Werth oder Meredith Michaels-Beerbaum und müssten uns nicht tagtäglich so furchtbar schinden um besser zu werden.
Ich kann Deine Wut und Deine Entäuschung verstehen.
Gerade wenn man Krebs hat/ hatte, stellt man mitunter fest, wie viel einem diese tückische Krankheit genommen hat.
Ja, man hat sein Leben und ist auch dankbar dafür, aber ich weiß, dass es Situationen gibt, in denen das nicht Trost genug ist und in denen man sich um so vieles betrogen fühlt.
Trotzdem gibt es keine Tricks um mangelnde Kondition und Beweglichkeit durch irgendetwas anders zu erreichen, als durch mühsames Training und immer wieder von vorne anzufangen.
Ich hatte vor ein paar Jahren einen Autounfall. Ein LKW-Fahrer hatte mir die Vorfahrt genommen und ich lag mehrere Monate im Krankenhaus. Danach musste ich auch wieder alles Motorische neu erlernen.
Die ersten Male auf dem Pferd waren qualvoll. Und manchmal hätte ich am liebsten einfach aufgegeben. Doch heute bin ich froh, dass ich es nicht getan habe auch wenn ich eigentlich gar nicht mehr hatte kämpfen wollen.
Doch der Gedanke, wie mein Leben ohne reiten aussehen würde, der hat mich motiviert. Mir reicht es nicht, ein Pferd nur auf der Weide zu betrachten, es zu streicheln, zu putzen und zu füttern.
Reiten ist für mich auch Sport und das war mein Antrieb.
Geb Dir Zeit, aber bleib am Ball.
Nach einer so langen Pause kannst Du leider nicht nahtlos weitermachen und fängst unter Umständen wieder bei Unter-Null an.
Verlang am Anfang nicht zu viel von Deinem Körper.
Denk dran: Auch Dein Pferd hatte eine lange Auszeit und muss ebenfalls erst wieder Kondition und Beweglichkeit zurück erlangen.
Viel Erfolg!
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Das Problem ist, seit ich den VS-Sattel für mein Pferd habe, sitze ich zwar näher am Pferd, muss allerdings wirklich fast schon einen halben Spagat machen, was ich mit dem Westernsattel vorher nicht machen musste… Melden
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Aber wie gesagt, ein passender Westernsattel müsste einer mit Massanfertigung sein und wäre vermutlich auch noch einiges schwerer als der VS-Sattel den ich jetzt momentan habe und Kostenträchtiger allemal. Leider bin ich nicht Krösus… Melden
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Wenn Du so lange nicht mehr wirklich geritten bis, sind unter Umständen Deine Muskeln zurückgebildet und vielleicht auch Dein Becken steif. Vielleicht krampfst Du auch auf dem für Dich ungewohnten Sattel. Schließlich unterscheidet sich ein Westernsattel stark von anderen Sätteln.
Ich würde Dir ein gezieltes Aufwärmen vor dem Reiten empfehlen und ein gezieltes Training der betroffenen Partien. Deine Gesundheit ist angeknackst (milde bezeichnet) Du solltest auf jeden Fall schonend damit umgehen. Klar willst Du wieder reiten - das ist absolut verständlich, aber mach es so, dass Deine Gesundheit nicht vor die Hunde geht.
Damit ist Deinem Pferd auch nicht geholfen.
Komme schonend wieder rein.
Verlange nicht zuviel auf einmal.
Denn in einer anderen Deiner Fragen schreibst Du das mit den Seitengängen und dem Training. Wenn Dein Pferd also tatsächlich mehr als ein Jahr nicht wirklich trainiert wurde, lässt sich das wegweichen in die "Traversalen" sehr wohl mit Stress erklären, denn auch Dein Pferd ist weder trainiert, noch gymnastiziert.
Lass Euch beiden Zeit.
Baut wieder Muskeln und Gefühl auf.
Peu a peu und mit Ruhe.
Viel Glück!
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Ich würde dir Sport empfehlen und hier besonders Gymnastik und da besonders Dehnungsübungen. Ich sag es mal so: wenn du einen 3/4 Spagat kannst wirst auch wahrscheinlich keine Schmerzen mehr haben. Das schließt Muskelkater natürlich nicht aus.
Tschaui
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Reitpause machen, damit sich die Gelenke erholen.