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Apr

Mein Bruder hatte als Kleinkind Angst sich auf ein Klo zu setzen, meine Mutter musste ihm vor dem "großen Geschäft" immer eine Windel anziehen (Pipi machen war kein Problem). Als er 4 war sind meine Eltern deswegen mit ihm zu einem Psychologen gegangen. Der hat ihnen empfolen meinem Bruder Abführmittel zu geben und nicht sofort zu reagieren wenn er sagt dass er eine Windel haben möchte.
Das hat auch funktioniert, ein paar Stunden nachdem er Abführtropfen geschluckt hatte musste er immer plötzlich dringend aufs Klo und ist dann auch hin gegangen, weil er gemerkt hatte dass er sich sonst in die Hose macht. Nach ein paar Wochen hatte er keine Angst mehr davor und körperlich geschadet haben ihm die Abführtropfn wohl auch nicht, ich frage mich aber ob das Psychologen allgemein bei Kindern mit "Kloangst" so machen und ob es keine sanftere Möglichkeiten gibt.


Answer:
hallo,ich finde es nicht gut ,erst mal das mit dem psychologen und das mit den tropfen überhaupt nicht.
mein sohn hatte auch panik aufs große klo zu gehen,er hatte immer angst weil mein anderer sohn ihn mal drauf setzen wollte und er hinein viel. von da an war es vorbei,ich kaufte einen toilettensitz und zeigte ihm das er jetzt nicht mehr rein fallen könnte und es klappte. ich denke ,da muß man sich einfach was einfallen lassen und wenn es auf die spielerische weise ist.

Answer:
Also jetzt mal genau hingeschaut: Der Kleene war 4 (vier) Jahre alt und hat nichts von dem durchschaut, was mit ihm geschah. Er hat profitiert von einer durchaus wirksamen und anerkannten Methode.
Wer sich hier einen Kopf darum macht, sind die "Großen".

Ob sich das Ereignis des vier Jährigen irgendwie verfestigt hat (nach Freud) sieht man dann mal später, falls Zwanghaftigkeit oder ähnliches auftritt.
Aber bitte, in anderen Bereichen wird doch auch akzeptiert, dass der recht hat, der heilt.
Wenn man Dinge beurteilt, möge man immer eigene Befindlichkeiten und Empfindlichkeiten möglichst außen vor lassen. Sonst wird das nix mit "objektiv".

Dazu gibt es auch ähnliche BEispiele aus anderen als der analen Phase. Was lässt man sich als Eltern nicht alles einfallen, wenn das Kind partout nicht vom Schnuller lassen will (orale Phase). Komisch, dass da keiner sich so einen Kopf macht.

Und zuletzt, das Leben an sich ist alles andere als sanft. Aber das weiß man wohl erst, wenn man sozusagen erwachsen ist…
Es hat dem Poopsie nicht geschadet!


Answer:
Es gibt Therapeuten, die bevorzugen schlichte, aber wirksame Methoden. Nicht immer bringen Softtherapien einen Erfolg. Dem Kind hat es nicht geschadet, die Wirksamkeit war auch da, –also?
Es gab in den Fünfzigern einen amerikanischen, weltberühmten Psychologen/Psychiater, Milton Erickson, der verordnete auch mitunter
Maßnahmen, die sonst selten jemand gewagt hätte anzuwenden.
Einmal ordnete er bei zwei (erwachsenen) Bettnässern an, die miteinander verheiratet waren, sich aber ihr Leiden nie eingestanden:
"Gehen Sie abends gleichzeitig ins Bett und urinieren sie vor den Augen des anderen in ihr Bett. Tun Sie das 4 Wochen lang." Die beiden protestierten erst, machten es aber dann doch. Sie waren nach den 4 Wochen von ihrem Leiden befreit.
Es gibt keine "allgemein gültige" Therapie, nur Basisregeln. Manchmal muss man sich jedoch schon etwas einfallen lassen,um einen Erfolg zu erzielen.
Benjamina, Psychotherapeutin

Answer:
Ich finde es auch nicht richtig so! So etwas löst man immer einfühlsam! Ob das Kind nun psychische Schäden davon genommen hat ist ja fraglich. Seine Eltern haben einfach nicht reagiert. So oft tun Leute so, als wenn man nicht mit Kindern reden könnte…ist man einfühlsam, können Kinder ihnen sagen, was das Probelm ist; wovor sie Angst haben usw. Man braucht eben Geduld. Wenn man die nicht hat, soll man auch keine Kinder in die Welt setzen!

Answer:
Das Kind konnte sicher keinen Zusammenhang erkennen zwischen irgendwelchen Tropfen und dem Stuhldrang, von daher war das Vorgehen eher unbedenklich.

Viel schlimmer wäre, wenn das Kind die Absicht voll bewusst mitbekommen würde.


Answer:
Das Ganze scheint ja nun schon länger zurück zu liegen.

Und- es hat doch geholfen! Das ist doch wichtig. Der Psychologe wird sich etwas dabei gedacht haben- und das wohl auch mit deinen Eltern besprochen haben.


Answer:
Milton Erikson lässt grüssen .
Prima Therapie zum sanften Durchleben der analen Phase .

Answer:
Behavioristische Therapien sind unsanft, aber haben oft Erfolg. Was ist wohl wichtiger?

This entry was posted on Wednesday, April 1st, 2009 at 6:22 am and is filed under Medizinische Versorgung. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or TrackBack URI from your own site.

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