26
Feb

Eine gute Freundin hat sich vor 2 Jahren das Leben genommen. Ein Freund von ihr und mir hat sie gefunden und mich dann dazugeholt, bevor die Polizei kam. Bis die Polizei kam, waren wir noch ca. 10 Minuten mit der Freundin "alleine". Sie hatte sich erhängt in der Wohnung. Ich hab das Bild noch heute vor Augen, sie sah aus wie eine Puppe. Nur eben nicht mehr ansprechbar.

Dieses Erlebnis hat mich traumatisiert und ich denk selbst nach 2 Jahren immer wieder an diese Auffindsituation.

Hat jemand irgendeine Idee, wie ich mit diesem Erlebnis besser umgehen kann?


Answer:
Hilfe vom Fachmann in Anspruch nehmen.
Erzähl das deinem Hausarzt und lass dich zu einem Psychologen überweisen.
Ist völlig normal,dass man mit so einem Erlebnis Probleme hat.

Answer:
Lieber Cyrius,

dies ist ein einschneidendes Erlebnis in deinem Leben und so einschneidend auch in deiner Seele! Meine aufrichtige Anteilnahme sei Dir gewiss.
Bitte glaube mir, wenn ich sage, dass ich in dieser Thematik viele Erfahrungen gemacht und gesammelt habe. Wenn auch nicht direkt mit einem Leichenfund (obwohl dessen bin ich mir nicht ganz sicher).

Deiner Schilderung zu Folge, fände ich es außerordentlich wichtig, dass dich jemand auf diesem Wege begleitet. Auch wenn schon so einige Monate, Jahre vergangen sind, das spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass dich professionell jemand begleiten kann, der mit dir dieses traumatische Erlebnis aufarbeiten kann, damit du deinen inneren Frieden finden kannst. Viellicht eine Möglichkeit findest dieses Bild zu verarbeiten, anders aussehen zu lassen.
Denn natürlich hinterlässt so ein krasses Erlebnis Spuren. Beim einen tiefer, beim anderen vielleicht weniger tief.

Das wünsche ich dir von Herzen, dass du einen Weg für dich findest, damit abschließen zu können. Es richtig verarbeitest.

Der Weg in eine Psychotherapie dauert leider leider oftmals ziemlich lang, aber ich würde dir sehr wünschen, dass es bei dir zügig geschehen kann - es ist wirklich ausgesprochen wichtig, dass du dies zusammen mit einem Thearapeuten besprichst und verarbeiten kannst.

Ja zunächst braucht man einen Überweisungsschein vom Hausarzt.

Mit lieben, einfühlsamen Grüßen, enya ~*~*~


Answer:
Ich denke auch, dass Du in eine Selbsthilfegruppe gehen solltest, da Du es anscheinend nicht alleine verarbeiten kannst. In einer Gruppe ist es auch leichter darüber zu reden, da dort jeder ein Problem mit sich herumschleppt und man sich "gleichgesinnt" fühlt, es in der Regel leichter fällt sich zu outen wie die anderen auch und auch gemeinsame Lösungsmöglichkeiten sucht.

Es ist auch wirklich nicht leicht den Tod eines bekannten Menschen zu verkraften vor allem, wenn er noch in einer derartigen Situation vorgefunden wurde. Die Erinnerung an diesen Menschen hat danach die lebendigen Züge verloren und meist erinnert sich das traumatisierte Hirn dann nur noch an dieses Erlebnis und verdrängt erfolgreich die Erinnerung an den lebenden Menschen.

Immer wenn sich dieses Bild wieder in Dein Gedächtnis drängt, versuche Dich bewusst an den Menschen zu erinnern als er noch lebte. Suche dir bewusste Fixpunkte zu seinen Lebzeiten aus, die mit schönen Erinnerungen besetzt sind und rufe sie wieder wach. Das ist meine Empfehlung für den Anfang Deiner Bewältigungsstrategie.


Answer:
Ich hatte eine ähnliche Situation als Kind, da starb ein Mitschüler und wir waren auf der Beerdigung, ich starrte den Jungen im Sarg eine halbe Std. lang an, nachts kam er mir aufs Bett, ich war da so 10 oder 11. Ich bin vor lauter Angst damals immer zu meiner Mama ins Bett gekrabbelt, wenn Papa schlief.
Ich vermied lange Zeit Beerdigungen, aber dann kamen die Momente, wo ich einfach zu einer Beerdigung musste. Manchmal habe ich noch Angst, sehe das Bild nach 33 Jahren noch vor mir, aber es wird mit der Zeit nur noch ein Schleier, die Zeit wird vergessen lernen, es kommen viele andere Dinge, dann denkt man nicht mehr so oft daran. Sollte es nach einiger Zeit aber schlimmer werden, dann vertrau dich einem Psychologen an, der kann helfen, mit der Vergangenheit abzuschließen. Ich wünsch dir viel Glück.

Answer:
Du dachtest bestimmt, das Du alleine damit klar kommst. Es gibt Menschen die können damit gut umgehen, andere nicht.
Aus diesem Grund solltest Du professionelle Hilfe suchen, deshalb ist man ja nicht gleich irre wenn man das tut.
Ein Psychotherapeut kann dir sicher helfen und hat auch ein paar Verarbeitungsmöglichkeiten parat. Lass Dir helfen, in wenigen Sitzungen hast Du es wahrscheinlich schon geschafft, das ganze gut zu verarbeiten.
Schildere Deinem Hausarzt wie es in Dir aussieht und bitte Ihn Dich an einen entsprechenden Arzt zu überweisen, aber lass Dich nicht mit Tabletten vollstopfen sondern bestehe auf eine Gesprächstherapie.

Answer:
Oh, das kenne ich auch wenn ein Bild nicht weg will. Am besten ist eine Behandlung beim Phychologen, nicht nur des Bildes wegen, sondern auch wegen dem Erlebten. Allerdings bleibt das ein Teil deines Lebens, der Phychologe kann es dir nicht wegzaubern, aber er hilft dir wie du damit umgehen kannst, wenn die Erinnerung wieder da ist.

Answer:
Mein herzliches beileid so leit es mir tut so einfach kann man das nicht vergessen ist ne Wunde an deiner Seele die immer bleiben wird und wenn du dich daran erinnerst wird die Wunde immer angerissen bleiben das Leben geht weiter gehört zu der Menscheit dazu man wird geboren und man stirbt.

Hoffe ich konnte dir helfen

mfg


Answer:
wow..bin ich froh noch nicht so was erlebt zu haben…ich würde dir auch raten zum psychologen zu gehen um damit umzugehen zu lernen. das ist nix schlimmes. sie können dir helfen..nur weil du dann eine therapie bekommst ,heist es ja noch lange nicht, das du blöde bist oder so. es ist ein schwerer schritt aber sie können dir wirklich helfen. dazu sind sie ja da und es hat ja einen grund, warum man lange auf einen termin warten mußt. das ist ein trauma, was aufgearbeitet werden muß. viel glück ;o)

Answer:
Das ist hart.

Versuch, zu ihrem Grab zu gehen und mit ihr zu sprechen. Und sprich mit Leuten, die Dir sagen können, warum sie sich umbrachte. Wenn sie es wirklich wollte, dann war es gut für sie.

Du kannst den Schock nicht ablegen wie ein Hemd. Du kannst ihn nur einsortieren und immer weniger wichtig machen, bis er sich in anderen Erlebnissen - hoffentlich - verliert.


Answer:
http://www.luise-reddemann.info/pages/ma…

Es gibt dazu auch bei amazon viel Selbsthilfe-Literatur und CDs.
Stichworte
Luise Reddemann
PITT

Es ist ein sehr zartes und einfühlsames Vorgehen, bei dem es nicht vordringlich darum geht, das Gesehende unbedingt zu verarbeiten, was manchmal kaum gelingen mag, sondern zu integrieren.


Answer:
War damals kein Care Giver oder Care Team da? Die hätten 1. Hilfe gemacht für dich in Psychologie und hätten dich dann zu einem Psychologen geschickt. Ich denke dass kannst du nur mit fremder und fachlicher Hilfe verarbeiten.

Answer:
du solltest eine traumatherapie machen, wo du lernst, wie du diese bilder und gefühle bewältigen kannst. http://www.traumatherapie.org/

Answer:
Du sollst akzeptieren das es nicht Deine Schuld ist und Du es nicht verhindern konntest.

Answer:
Da hilft nur eine ärztliche Behandlung. Geh in eine Selbsthilfegruppe.

Answer:
psychologe

This entry was posted on Thursday, February 26th, 2009 at 1:55 pm and is filed under Psyche. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or TrackBack URI from your own site.

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