26
Mar

Immer wieder kommen hier Fragen wie "Darf ich mal ein Gläschen Alkohol in der Schwangerschaft trinken", "eine Zigarette rauchen" oder "Rohmilchkäse essen" - alles immer in Bezug darauf, dass sie damit konfrontiert wurden, dass andere mit Unverständnis darauf reagiert hatten, dass sie das auch in der Schwangerschaft weiter tun.

Die Frage ist berechtigt - denn die Frauen machen sich natürlich Gedanken was ok ist und was nicht.

Irritieren tun mich nur so einige Antworten und auch die Einstellungen die manche Antworter bzw Fragesteller/innen zum Thema "geringe Risiken eingehen" haben.

Denn es kommen meistens Antworten im Stil von "ein bisschen schadet nicht" oder "warum muss man denn in der Schwangerschaft immer gleich alles anders machen" und "ein bisschen Spaß darf man sich gönnen". (Als ob es einen riesigen Verlust bedeutet, mal für sein Kind zu verzichten - so einen riesigen Verlust, dass man sogar Schäden beim Kind riskiert!)

Und das, selbst wenn diejenigen nicht sicher sagen können - wie es keiner kann! - ob nicht zum Beispiel auch geringe Alkoholmengen dem Kind schaden *könnten*.

Ich persönlich habe ein Verständnisproblem mit so einer Einstellung -ich verstehe nicht wirklich, warum man als Schwangere nicht automatisch schon versucht mögliche Risikofaktoren für das Kind auszuschalten.

Auch wenn es vielleicht bedeutet, dass man kein Koffein mehr zu sich nimmt weil man einen Artikel wie den Folgenden gelesen hat, in dem unter anderem das hier steht:

"Die Forscher stellten fest, dass die Aufnahme von über 200 Milligramm Koffein am Tag - dies entspricht etwa der Dosis von zwei Tassen Kaffee - das Risiko einer Fehlgeburt gegenüber Koffein-Abstinezlerinnen verdoppelte. Frauen, die weniger als 200 Milligramm Koffein am Tag zu sich nahmen, hatten immer noch ein um 40% erhöhtes Risiko."
(Quelle: http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_ne…

Oder auch entsprechende Artikel zu anderen Risiken.

Wie kann man es für eine zu krasse Umstellung halten mal für 40 Wochen auf ein paar Dinge zu verzichten die dem Ungeborenen schaden *könnten* - selbst wenn nicht erwiesen ist, dass wirklich schädigende Wirkungen da sind - reicht es denn nicht zu wissen, dass das Risiko vielleicht doch besteht um auch mal zu verzichten???

Was ist so schwierig daran, einfach wirklich möglichst auch geringe Risiken auszuschalten?

Und - wie kann man es noch genießen, ein kleines Glas Wein zu trinken wenn man im Hinterkopf hat, dass nicht medizinisch gesichert ist, welche Trinkmenge dem Kind schaden könnte?

Oder - rohes Fleisch wie Tartar oder Mett zu essen wenn man noch keine Toxoplasmose hatte - und damit das Risiko eingeht, sich und damit das Kind anzustecken und zu schädigen?

Ist Verzichten echt so schwierig? Und wie kann man, wenn man von solchen Risiken weiß, diese schlichtweg ignorieren? Selbst ein geringes Risiko ist eben doch ein Risiko.

Das Fetale Alkoholsyndrom - die extremste Variante der Folgeschäden durch Alkohol - ist häufiger als das Down Syndrom!!!

Und bisher ist nicht klar, ob nicht schon sehr geringe Mengen - nur ein paar Schlucke Sekt zum falschen Zeitpunkt - zu mentalen bzw psychischen Schädigungen führen können - selbst wenn keine körperlichen Schäden zu sehen sind (und das FAS gar nicht diagnostiziert wird, aber dennoch das Kind geschädigt ist - ohne dass die Eltern zum Beispiel eine Depression ihres Kindes als Folgeschaden realisieren!).

Wie kann man dann alle Warnungen in den Wind schlagen und sich sagen das "ein Gläschen ja schon nicht so schlimm sein wird"???


Answer:
ich war in der 3. woche als ich bemerkt habe das ich schwanger war! hab sofort aufgehört zu rauchen und bin nun schon seit 2 jahren rauchfrei!

hab seitdem keinen schluck alkohol getrunken, auch nicht nur "ein kleines gläschen wein zum mittag"!

klar kann mir niemand versichern, das mein kind keine behinderungen haben wird oder später unter unheilbaren krankheiten leiden wird, aber mit meinem korrekten verhalten, muß ich mir wenigstens nicht später vorhalten lassen, das mein alkohol- oder nikotinkonsum schuld oder auslöser der ganzen sache war!

kenn eine die in der ganzen schwangerschaft geraucht und getrunken hat! ihr kind ist mit einer fehlbildung am kopf zur welt gekommen, mußte im ersten halben lebensjahr 3 mal operiert werden! der arme kleine wurm! ob es wohl am rauchen lag?! ich hätte mir es nie verzeihen können wenn mein kleiner wegen meiner naivität ( ach, die eine kippe macht schon nicht´s) leid erfahren müßte!

war es ihr das wert?????


Answer:
Kurze und knappe Antwort:

Jede werdende Mutter sollte dies für sich selbst entscheiden!
Wer glaubt es sei ein zu hohes Risiko,der soll es doch einfach lassen!!!

@angelina…das haben andere auch schon gesagt,die ohne Verhütung "nur" eimal Sex hatten…das Kind hat dann den Namen:"Hätteniegedachtdasmirdaspassiert"…

Man kann so Leute nicht verstehen und brauch es auch nicht versuchen!


Answer:
da stimme ich ihnen vollkommen zu , hinzufügen möchte ich noch folgendes

während der schwangerschaft trägt die schwangere nicht nur verantwortung für sich selbst sondern ach für das ungeborene

alkohol sollte in dieser zeit absolut tabu sein da es erwiesen ist dass es dem ungeborene schadet und auch ungeheure folgen mit sich zieht

dass gilt auch für alkohol in form von zb pralinen etc

sie würden doch nicht ihrem 1 tag altem baby alkohol oä bieten - das hätten sie aber bereits falls sie während der schwangerschaft diese konsumieren würden

das gleiche gilt auch für zigaretten - und auch hier sollten die folgen dieser als argument genutzt werden


Answer:
Ich bin noch sehr am Anfang der SS (8.SWS), hab allerdings jetzt schon genug Sorgen durch (leichte Blutungen durch Hämatom). Nun, wo alles wieder in Ordnung ist und ich die Tage rückwärts zähle, dass ich ja die kritische Zeit hinter mich bringen kann, an der die Fehlgeburtenrate noch erschreckend hoch ist, kommen trotz allem immer wieder "erfahrene Mütter" daher, um mich zu belächeln, dass ich auf Alkohol verzichte.
Immer wieder ist jemand dabei mit Sprüchen wie "Ein Gläschen in Ehren, nun hab dich nicht so!". Als Außenstehende hab ich es nie registriert, aber welche Einstellung haben manche (werdenden) Mütter denn??
Rauchen hin und wieder (natürlich!), trinken hin und wieder ein Glas Wein, nach wie vor wird Leistungssport betrieben….
Wein,z.B., hab ich früher sehr geliebt -als Genussmittel. Kann man als Schwangere sowas aber genießen? Wer hat da nicht das ungeborene, hilflose Geschöpf im Hinterkopf?
Ich find das echt verantwortungslos. Wer in der Schwangerschaft schon nicht mit "Alkoholentzug" leben kann, der oder besser die sollte drüber nachdenken, ob Mutter sein wirklich für sie ist.

Answer:
Hab die Schwangerschaft bemerkt,aber vor 25Jahren wurde das nicht so schnell bestätigt.Mein Sohn war die 1.3 mon eine Eierstockentzündung.
Habe also geraucht.Heute hat er Astma
Der Bruder nicht da er sich nicht versteckt hatte!Also nicht rauchen,ein Glas Rotwein tut dem Kreislauf und der Blutbildung gut

Answer:
Also ich würd das sofort unterschreiben *gg*
Bin in der 32.SSW und habe auf alles verzichtet wovon ich selbst denke das es schädlich ist , habe sofort mit dem rauchen aufgehört , war eine ungeplante ss , sonst hätte ich schon bei planung aufgehört , trinken geht auch garnicht , ich werde meinem baby ja auch kein kleinen schluck rotwein unter die milch mischen , und koffein ja , hmm , ab und zu ein gläschen cola , aber mehr nicht . Aufjeden fall sage ich auch das man sich wenn man sich fürs baby entscheidet sofort eine große verantwortung hat , und wer nicht die geistige reife hat alkohol oder nikotinkonsum einzustellen während der ss und in der stillzeit , dem sollte es auch nicht gestattet sein ein kind aufzuziehen.

lg roxie + bauchzwerg *gg*


Answer:
Ob nun das eine Gläschen ja oder nein oder die eine Zigarett mehr oder weniger!!!Ich bin der Meinung mit einigen verzichten wie zb komplett das Rauchen auf zu hören und auch das eine kleine Glas Rotwein was angeblich ja nicht schadet,weg zu lassen!!!Weil das halte ich alles für ein Gerücht das es NICHTschadet!!!!Ich habe in dem moment wo ich Schwanger bin die verantwortung für einen anderen menschen und diesen sollte ich nicht mit alk oder nikotin gefährden!!!

Answer:
Also wenn ich schwanger bin und alle möglichen Risiken ausschalten möchte, dann vergrabe ich mich 9 Monate lang in meinem Bett. Denn schließlich könnte mir bei dem Weg zur Arbeit einer die Vorfahrt nehmen oder der Bus mit dem ich fahre baut einen Unfall. Weil irgendwo in einer Zeitung stand, dass so und soviele Unfälle im Straßenverkehr pro Tag passieren.

Eine Tasse Kaffee am Tag schadet dem Kind nicht, wenn es der Mutter nicht schadet. Unterhaltet euch mal ausführlich mit einem Frauenarzt oder einer Hebamme.

Dass man Alkohol und Nikotin nicht zu sich nehmen sollte ist ja klar. Aber dennoch immer noch die Entscheidung der werdenden Mutter.

Als ich schwanger war habe ich auch mal Cola, Spezi, Kaffee oder Schwarztee getrunken, alles in Masen und mein Sohn ist kerngesund.


Answer:
Man, was für ne kurze Frage die Erweiterung war umso länger…
Ich dachte so bei mir-he bist zwar ein Mann und da gibt es ja nicht so viel mit schwanger aber was solls Ne antwort fällt mir bestimmt ein.
Und dann das! junge junge, ich frage mich bloß warum haste ein Fragezeichen gemacht und nicht einfach zwanzig Ausrufezeichen?

Naja, also es gibt da was das heißt Sucht. Ok, beim Kaffee gehts vielleicht noch, wer trinkt schon vier Liter.
Meine Mutter hat geraucht als sie mit mir schwanger war. Ich hatte Glück, ging gut.
Ist aber die Entscheidung der Frau ob und was sie macht.

Es gibt genug Vorschriften und Moralapostel, bald braucht man noch zum leben einen Führerschein-schöne Welt

Nachtrag: aber hallo, meine Mutter liegt mich. Ohne wenn und aber!

Im Grunde bin ich ja Deiner Meihnung, nur fällt mir das halt leicht, kann ja nicht schwanger werden.
Ich denke aber das jeder mit seinem Leben machen kann was er will. was sit ist mit Müttern die ihre Kinder mit Süßigkeiten so voll stopfen das die krankhaft fett werden, Eltern die Ihre Kinder nicht anschnallen… Die Liste kann verlängert werden- Das ist aber Sache der Eltern.Ihre Entscheidung und damit müssen sie dann auch leben.

achso zum Thema hirnschädigung: Wenn ich mir freiwilig Big Brother anschaue oder Lindenstraße ist das auch meine Entscheidung.

This entry was posted on Thursday, March 26th, 2009 at 12:23 pm and is filed under Schwangerschaft. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or TrackBack URI from your own site.

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