Gürtelrose ist im Volksmund als "Gürteldrache" bekannt, was darauf hinweist, dass sie häufig im Taillenbereich auftritt. Natürlich kann sie auch an Armen, Beinen, am Bauch und sogar am Kopf vorkommen. Ihre Symptome sind einseitig verteilte gruppierte Bläschen sowie Nervenschmerzen oder Juckreiz, die durch die Nervenschädigung des Virus verursacht werden. Nach einer aktiven symptomatischen Behandlung mit antiviralen Mitteln, Nervennährstoffen und Schmerzmitteln werden die Bläschen in der Regel schnell resorbiert. Auch wenn möglicherweise leichte Narben oder Hyperpigmentierungen auf der Haut zurückbleiben, verschwinden die Bläschen letztendlich.

Bei einem Teil der Menschen, insbesondere bei älteren und mittleren Alters, treten jedoch auch einen Monat nach dem Verschwinden der Blasen immer noch Nervenschmerzen auf. Dies ist die postherpetische Neuralgie nach Gürtelrose. Bei manchen Menschen sind die Nervenschmerzen sehr schwerwiegend, sogar unerträglich, und beeinträchtigen den Schlaf und die Lebensqualität erheblich.

Die Genesung von Gürtelrose bedeutet meiner Meinung nach nicht nur die Resorption der Bläschen, sondern vor allem, dass die durch Gürtelrose verursachten postherpetischen Neuralgien im Wesentlichen verschwinden. Erst dann ist eine vollständige Genesung erreicht. Daher gelten Personen, die unter postherpetischen Neuralgien leiden, streng genommen nicht als vollständig geheilt.

Sobald jedoch eine postherpetische Neuralgie auftritt, ist es relativ schwierig, diese Nervenschmerzen vollständig zu beseitigen. Herkömmliche Schmerzmittel sowie Ionenkanalblocker wie Pregabalin oder Gabapentin, selbst stärkere Opioid-Analgetika, können bei einigen wenigen Patienten mit Neuralgie nur begrenzte Wirkung zeigen. Daher ist es oft notwendig, dass die Schmerztherapie auf minimalinvasive Interventionen wie Nervenblockaden oder Radiofrequenztherapie zurückgreift, um die Schmerzen zu lindern und zu kontrollieren. Auch psychologische Interventionen, Physiotherapie sowie traditionelle chinesische Medizin und Kräuter können zur Linderung beitragen.

Daher benötigen Patienten mit postherpetischer Neuralgie nicht nur dermatologische, sondern auch multidisziplinäre Behandlungsansätze (MDT) aus den Bereichen Anästhesiologie, Schmerztherapie und traditionelle chinesische Medizin. Das letztendliche Ziel ist die Schmerzkontrolle und die Verbesserung der Lebensqualität.

Zu diesem Zeitpunkt sollte die Gürtelrose als vollständig geheilt betrachtet werden.