Die Wintersonnenwende steht bevor, es ist eiskalt. Diabetiker sollten diese 3 Punkte beim Blutzuckermessen beachten, um genaue Ergebnisse zu erzielen!
Das erste, was er nach dem Aufwachen am Morgen tat, war die Messung des Nüchternblutzuckers. Anders als sonst zeigte das Blutzuckermessgerät heute einen deutlich höheren Wert an. Verwirrt maß er erneut, doch das Ergebnis blieb ungewöhnlich.

"Ist das Blutzuckermessgerät kaputt?", fragte sich Großvater Zhang und ging zur Lanzhou Ruijing Diabetesklinik, um sich beraten zu lassen. Nach einer Befragung durch Li Ruijuan, die leitende Diabetesberaterin im gemeinsamen Versorgungszentrum, stellte sich heraus, dass das Messgerät die ganze Nacht auf der kalten Fensterbank gelegen hatte und seine Hände bei der Messung nicht vollständig warm waren.
Der Winter ist für Diabetespatienten eine besondere Zeit. Die sinkenden Temperaturen können nicht nur den Blutzuckerspiegel beeinflussen, sondern auch direkt die Genauigkeit der Messergebnisse beeinträchtigen. Diabetesberaterin Li Ruijuan wies darauf hin: "Im Winter sind die Temperaturunterschiede zwischen Innen und Außen groß. Blutzuckermessgeräte und Teststreifen sind sehr temperaturempfindlich. Bei unsachgemäßer Handhabung kann es leicht zu Messfehlern kommen."
01 Blutzuckermessgeräte im Winter warm halten
Bei der Blutzuckermessung im Winter muss zunächst sichergestellt werden, dass die Messgeräte eine geeignete Temperatur haben. Die normale Betriebstemperatur eines Blutzuckermessgeräts liegt in der Regel zwischen 14 und 40 Grad Celsius, während die Verwendungstemperatur der Teststreifen zwischen 15 und 30 Grad Celsius liegt.
Wenn die Außentemperaturen zu niedrig sind, könnte das Messgerät "einfrieren" und nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren oder ungenaue Ergebnisse liefern.
Diabetesberaterin Li Ruijuan erinnert Diabetespatienten daran, im Winter möglichst in Innenräumen zu messen. Wenn eine Messung im Freien unvermeidbar ist, sollte das Gerät zuvor in einer warmen Umgebung, wie der Tasche einer Daunenjacke, aufgewärmt werden.
Insbesondere wenn das Messgerät von draußen nach drinnen gebracht wird, sollte es nicht sofort verwendet werden. Besser ist es, 30 bis 45 Minuten zu warten, bis es sich an die Raumtemperatur angepasst hat.
02 Vor der Blutzuckermessung im Winter die Hände aufwärmen
Bei niedrigen Temperaturen im Winter kann der Blutkreislauf beeinträchtigt sein, was die Blutentnahme erschwert. Diabetesberaterin Li Ruijuan empfiehlt, vor der Messung die Finger warm werden zu lassen.

Man kann die Hände zunächst mit warmem Wasser waschen oder die Arme natürlich hängen lassen und die Finger leicht reiben, um die Durchblutung zu fördern und eine ausreichende Blutmenge sicherzustellen.
Eine andere effektive Methode ist es, die Hände kurz in 40 Grad warmem Wasser zu baden, bis sie warm sind. Verwenden Sie keinesfalls Alkohol oder Jod, um die Hände zu wärmen, da dies die Messergebnisse beeinflusst.
Bei der Blutentnahme sollte die Einstichtiefe der Lanzette erhöht werden. Drücken Sie die Lanzette fest an die Haut und betätigen Sie den Auslöser, um die Blutmenge zu erhöhen.
03 Bei der Blutzuckermessung entscheiden die Details über den Erfolg
Die richtige Blutentnahmetechnik ist entscheidend für genaue Werte. Nach dem Einstich in die Fingerspitze sollte der erste Blutstropfen mit einem Wattebausch abgewischt werden. Anschließend drückt man die Fingerkuppe sanft, um einen zweiten Tropfen für den Teststreifen zu gewinnen.
Vermeiden Sie starkes Quetschen des Fingers, da dabei nicht nur Blut, sondern auch Gewebeflüssigkeit austritt, die die Blutprobe verdünnt und zu niedrigeren Messwerten führt.
Zur Desinfektion sollte 75%iger Alkohol verwendet werden. Nach der Desinfektion muss der Finger vollständig trocken sein, bevor die Blutentnahme erfolgt, da sonst zurückbleibender Alkohol das Blut verdünnt und die Ergebnisse verfälscht.
Besonders wichtig: Verwenden Sie keine jodhaltigen Desinfektionsmittel, da diese mit den Chemikalien auf den Teststreifen reagieren und zu hohe Werte verursachen können.
04 Kalibrierung und Lagerung der Blutzuckermessgeräte sind ebenfalls wichtig
Die Genauigkeit des Messgeräts erfordert regelmäßige Wartung. Diabetesberaterin Li Ruijuan betont, dass Blutzuckermessgeräte in der Regel alle sechs Monate bis ein Jahr kalibriert werden sollten.
Auch die Lagerung der Teststreifen ist wichtig. Sie sollten verschlossen, trocken, kühl und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Lagern Sie sie nicht im Kühlschrank oder an zu kalten Orten.
Nach dem Öffnen einer Teststreifendose beträgt die Haltbarkeit drei Monate. Das Verfallsdatum sollte auf der Dose vermerkt werden, um die Verwendung abgelaufener Streifen zu vermeiden.
Verwenden Sie Lanzetten niemals wieder. Dies erhöht nicht nur das Infektionsrisiko, sondern stumpft die Spitze ab, was die Schmerzen bei der Blutentnahme verstärkt und Menge sowie Ergebnis beeinträchtigt.

05 Fehler bei der Blutzuckermessung vermeiden
Viele Diabetespatienten fallen bei der Selbstmessung häufigen Fehlern zum Opfer. Diabetesberaterin Li Ruijuan weist darauf hin, dass ein häufiger Fehler darin besteht, sich nur auf den Nüchternblutzucker zu konzentrieren und den postprandialen Blutzucker zu vernachlässigen.
Der postprandiale Blutzucker ist für die Beurteilung der Diabeteseinstellung sehr wichtig. Patienten sollten gelegentlich ihren Blutzucker nach dem Essen messen, um den Einfluss der Ernährung zu verstehen.
Es gibt natürliche Unterschiede zwischen der Selbstmessung zu Hause (kapilläre Vollblutmessung) und der Labormessung (venöse Plasmamessung). Abweichungen von bis zu 20 % sind akzeptabel.
Zudem sind Werte, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten gemessen wurden, nicht vergleichbar. Auch Schlafmangel und emotionale Schwankungen können die Messergebnisse beeinflussen.