Viele Diabetes-Patienten fragen Experten häufig: "Ich achte sehr auf meine Ernährung und nehme meine Medikamente regelmäßig ein, warum schwankt mein Blutzucker dennoch wie auf einer Achterbahn?" Zu dieser weit verbreiteten Problematik weist der stellvertretende Chefarzt Ye Aiguo, ein ambulanter Experte des Lanzhou Ruijing Diabetes Hospitals, darauf hin, dass neben den bekannten Faktoren Ernährung und Medikation oft ein versteckter "Blutzucker-Zerstörer" übersehen wird – nämlichLangfristiger psychischer Stress und emotionale Schwankungen, die oft von vielen übersehen werden, werden heute ausführlich erläutert:



Stress: Der übersehene "Blutzuckerhormon"-Schalter

Chefarzt Ye Aiguo erklärte, dass die Regulierung des Blutzuckerspiegels im menschlichen Körper nicht nur von Insulin abhängt. Wenn sich eine Person in einem Zustand von Anspannung, Angst, starkem Stress oder gedrückter Stimmung befindet, aktiviert der Körper instinktiv die Stressreaktion "Kampf oder Flucht".


In diesem Moment schüttet der Körper große Mengen ausAdrenalin, CortisolDiese Hormone wirken genau entgegengesetzt zu Insulin:


  • Sie regen die Leber direkt dazu an, Glykogen abzubauen und mehr Glukose ins Blut freizusetzen.
  • Sie verringern die Insulinempfindlichkeit von Geweben wie Muskeln, was die Insulinresistenz verstärkt.


Das ist so, als ob Sie versuchen, mit dem Insulin (oder dem vom Körper selbst produzierten Insulin) als ‚Schlüssel‘ das Schloss zu öffnen, um den Blutzucker zu senken, machte Direktor Ye einen anschaulichen Vergleich. Währenddessen produzieren die Stresshormone ständig neuen Zucker und verstopfen auch noch das Schlüsselloch. Unter diesem doppelten Angriff ist es natürlich schwer, den Blutzucker stabil zu halten.


Emotionale Schwankungen und der "Teufelskreis" des Blutzuckers

Noch schwieriger ist, dass instabile Blutzuckerwerte selbst Symptome wie Herzklopfen, Schwäche und Reizbarkeit verursachen können. Diese körperlichen Beschwerden verstärken wiederum die Angst und Besorgnis der Patienten, wodurch einSchlechte Stimmung → Hoher Blutzucker → Noch schlechtere StimmungTeufelskreis der


Chefarzt Ye stellte in der Ambulanz fest, dass viele Patienten mit langfristig schlecht eingestelltem Blutzuckerspiegel in unterschiedlichem Maße unter Schlafstörungen, hohem Arbeits- und Lebensstress oder emotionalen Managementproblemen leiden. "Wenn man sich nur auf Nahrung und Tabletten konzentriert, aber die psychische 'innere Umgebung' vernachlässigt, wird der Weg zur Blutzuckerkontrolle doppelt so mühsam."


Wie kann der Kreislauf durchbrochen werden? Direktor Ye gibt Ratschläge zur "Herangehensweise".

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Erster Schritt: Bewusstsein und Aufzeichnung

  • Es wird empfohlen, ein "Blutzucker-Stimmungstagebuch" zu führen und bei der Blutzuckermessung kurz die aktuelle Stimmung und Stressereignisse zu notieren. Wenn Sie dies eine Zeit lang konsequent durchführen, können Sie möglicherweise deutlich den Zusammenhang zwischen Emotionen und Blutzuckerwerten erkennen.

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Schritt zwei: Erlernen Sie wissenschaftlich fundierte Stressbewältigungstechniken

  • Nicht einfach nur "Entspannung"Direktor Ye empfiehlt einige evidenzbasierte Methoden: wieAchtsames Atmen(Täglich 5-10 Minuten, konzentriert auf die Atmung)Gemächlicher SpaziergangEntspannende Musik hörenDer Schlüssel liegt in der Regelmäßigkeit und Ausdauer, indem man es in den Alltag integriert.

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Schritt 3: Aufbau eines Unterstützungssystems

  • Nimm es nicht alleine auf dich. Sprich offen mit deiner Familie über deine Gefühle oder schließe dich einer vertrauenswürdigen Diabetes-Community an. Sich auszusprechen, Erfahrungen auszutauschen und sich mitzuteilen ist an sich schon eine wirksame Methode zur Stressbewältigung.

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Schritt 4: Bei Bedarf professionelle Hilfe in Anspruch nehmen

  • Wenn Sie über längere Zeit von Angstzuständen und depressiven Verstimmungen geplagt werden, die Ihr Leben und Ihren Blutzuckerspiegel erheblich beeinträchtigen, sollten Sie dies aktiv Ihrem Arzt mitteilen oder die Hilfe eines Psychologen oder Psychiaters in Anspruch nehmen. Die moderne Medizin betrachtet ein effektives Emotionsmanagement als unverzichtbaren Bestandteil der umfassenden Diabetesbehandlung.

Direktor Ye Aiguo betonte abschließend:

Diabetes zu managen bedeutet im Wesentlichen, das Leben zu managen.Körperliche Gesundheit und psychische Gesundheit sind zwei sich ergänzende Beine. Wenn Sie beginnen, auf Ihre Emotionen zu achten und sich um sie zu kümmern, werden Sie möglicherweise überrascht feststellen, dass nicht nur der Blutzucker 'gehorsamer' wird, sondern auch die allgemeine Lebensqualität steigt.


Auf dem Weg zur Blutzuckerkontrolle vergiss nicht, dass die Fürsorge für dich selbst ein wirksames Mittel zur Stabilisierung des Blutzuckers ist.