Oberarzt Ren Shuhong vom Lanzhou Ruijing Diabetes Hospital sagte, dass viele Diabetespatienten oft einem kognitiven Irrtum unterliegen: Solange die Zahlen auf dem Blutzuckermessgerät "akzeptabel aussehen", sei die Erkrankung nicht schwerwiegend. Oberarzt Ren Shuhong wies darauf hin,Dies ist ein gefährlicher Irrglaube

Der Schweregrad von Diabetes ist eine umfassende Beurteilung, bei der das Risiko allein anhand eines einzelnen Indikators leicht unterschätzt und die Behandlung verzögert werden kann. Heute wird Ihnen Direktorin Ren Shuhong einige Informationen dazu geben, in der Hoffnung, dass dies den Diabetespatienten bei der Gesundheitsverwaltung helfen kann:

Fünf entscheidende Warnsignale für eine Verschlechterung des Gesundheitszustands

1. Der Diabetestyp ist grundlegend

Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes unterscheiden sich in ihrer pathologischen Natur, und auch ihre Schwere und das Management unterscheiden sich.


Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die Insulinproduktion fast vollständig verloren geht. Betroffene sind lebenslang auf eine Insulintherapie angewiesen, und der Krankheitsverlauf ist in der Regel akuter und schwerer. Typ-2-Diabetes beginnt zwar langsamer, doch bei langfristig unzureichender Kontrolle können die dadurch verursachten Gefäß- und Nervenschäden ebenfalls schwerwiegende Folgen haben.


2. Unkontrollierter Blutzucker ist die zentrale Warnung

Dr. Ren Shuhong betont,Der Schweregrad des Blutzuckers kann nicht allein anhand eines einzelnen Messwerts beurteilt werden.In der Medizin wird häufig der Nüchternblutzuckerbereich als grobe Richtlinie herangezogen:

  • Leicht7,0-8,4 mmol/L
  • Mäßig8,4-10,1 mmol/L
  • SchwerGrößer als 10,1 mmol/L

Noch gefährlicher als ein konstant hoher Wert sind starke Blutzuckerschwankungen wie eine "Achterbahnfahrt" oder ein langfristig erhöhter Blutzuckerspiegel. Dieser Zustand schädigt kontinuierlich die Mikro- und Makrogefäße im gesamten Körper.


3. Das Auftreten von Komplikationen ist ein eindeutiges Warnsignal.

Wenn Diabetes beginnt, andere Organe zu schädigen, bedeutet dies, dass die Erkrankung in eine neue Phase eingetreten ist.

  • NeuropathieTaubheit, Kribbeln und vermindertes Empfindungsvermögen in Händen und Füßen.
  • RetinopathieVerschwommenes Sehen, schwebende Schatten.
  • NierenerkrankungUngewöhnliche Müdigkeit, Schwellungen der Augenlider oder der unteren Gliedmaßen, vermehrte Schaumbildung im Urin.

Sobald Komplikationen auftreten, sind sie oft schwer umkehrbar.Der Behandlungsfokus wird sich darauf verlagern, das Fortschreiten zu verlangsamen und die verbleibenden Funktionen zu schützen.


4. Hautveränderungen sind äußere Signale

Bei einigen Patienten treten in Hautfalten wie am Hals oder in den AchselhöhlenGraubraune, samtartige verdickte PlaquesMedizinisch als Acanthosis nigricans bezeichnet.

Dr. Ren Shuhong erklärt, dass es sich hierbei nicht um eine gewöhnliche Hautkrankheit handelt, sondern umZeichen für eine schwere Insulinresistenz im KörperDies deutet darauf hin, dass die Stoffwechselstörung bereits erheblich fortgeschritten ist.


5. Wiederauftreten der "drei Mehr und ein Weniger"-Symptome

Bei bereits diagnostizierten Patienten ist das erneute Auftreten ausgeprägter Symptome wie Polydipsie, Polyurie, Polyphagie und Gewichtsverlust ein sehr deutliches Signal:Das derzeitige Behandlungsschema reicht nicht mehr aus, um den Krankheitsverlauf zu kontrollieren.Der durch hohen Blutzucker verursachte Energieverlust des Körpers verschlimmert sich, eine sofortige Therapieanpassung ist erforderlich.


Verschlechterung des Gesundheitszustands, wissenschaftliche Bewältigung in vier Schritten

Direktorin Ren Shuhong betont, dass Patienten bei Auftreten der oben genannten Warnsignale nicht in Panik geraten, sondern systematisch und wissenschaftlich vorgehen sollten.

Erster Schritt: Sofortige ärztliche Konsultation zur Therapieanpassung

Nehmen Sie niemals eigenständige Anpassungen Ihrer Medikamente vor. Setzen Sie sich umgehend mit Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung. Nach einer umfassenden Bewertung kann möglicherweise eine Anpassung der oralen Medikation oder der Beginn beziehungsweise die Intensivierung einer Insulintherapie erforderlich sein. Die strikte Befolgung ärztlicher Anweisungen ist die Voraussetzung für Sicherheit.


Schritt 2: Intensivierung der Lebensstilintervention

  • ErnährungEine feinere Kohlenhydratmanagement ist erforderlich, einschließlich einer Ernährung mit niedrigem glykämischen Index, einer erhöhten Aufnahme von Gemüse und hochwertigem Eiweiß sowie der Umsetzung von häufigeren, kleineren Mahlzeiten.
  • BewegungUnter der Voraussetzung, dass der Körper es zulässt, ist regelmäßige Bewegung entscheidend, wie mindestens 150 Minuten moderate aerobe Aktivität pro Woche (z. B. zügiges Gehen, Radfahren), kombiniert mit 2-3 Widerstandstrainings pro Woche (z. B. Hanteltraining, Übungen mit Widerstandsbändern), um die Insulinsensitivität zu verbessern.

Schritt 3: Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung

Erstellen und strikt umsetzen eines jährlichen Komplikations-Screeningplans, einschließlich Funduskopie, Urin-Mikroalbumin/Nierenfunktion, Neuropathie-Untersuchung und kardiovaskuläre Risikobewertung.Früherkennung und frühzeitige Intervention sind der Schlüssel zur Vermeidung schwerwiegender Komplikationen.


Schritt 4: Achten Sie auf die psychische Gesundheit und suchen Sie Unterstützung

Die langfristige Bewältigung einer Krankheit kann psychischen Stress verursachen. Aktives Verständnis von Familienmitgliedern einzuholen, sich einer seriösen Selbsthilfegruppe anzuschließen oder notwendige psychologische Beratung in Anspruch zu nehmen, hilft dabei, eine positive Einstellung zu bewahren und die Therapietreue zu verbessern.

Mit Zucker leben, optimistisch managen

Direktorin Ren Shuhong betont, dass Diabetes zwar derzeit nicht vollständig heilbar ist, aber durchaus präventiv vermeidbar und kontrollierbar bleibt. Es ähnelt eher einem "Partner", der langfristig rational kommuniziert und verwaltet werden muss.


Das wahre Risiko liegt in der Vernachlässigung, Verzögerung und falschen Wahrnehmung von Krankheiten. Wenn der Körper die oben genannten fünf Warnsignale sendet, müssen sie ernst genommen werden, aber Verzweiflung ist nicht angebracht.


Die moderne Medizin bietet eine Vielzahl von Managementinstrumenten. Durch enge Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient sowie umfassendes Management können die meisten Patienten ihren Gesundheitszustand stabil halten und eine hohe Lebensqualität genießen.