Diabetischer Fuß mag weit entfernt klingen, ist jedoch für viele Diabetiker eine "unsichtbare Bombe".
Einmal aufgetreten, ist die Behandlung schwierig, kostspielig und birgt sogar das Risiko einer Amputation.
Wer gehört zur Hochrisikogruppe? Wie kann man effektiv vorbeugen? Heute klären wir alles auf!


Diese 6 Gruppen von Diabetikern sollten besonders auf den diabetischen Fuß achten!

1️⃣ Personen mit langfristig unzureichender Blutzuckereinstellung

Der Blutzucker wirkt wie ein "Korrosionsmittel", das bei langfristiger Überschreitung Nerven und Blutgefäße unbemerkt schädigt.
Wenn der glykierte Hämoglobinwert (HbA1c) dauerhaft > 7,5 % liegt, ist das Risiko deutlich erhöht.

Diabetes mellitus mit einer Krankheitsdauer von mehr als 10 Jahren

Je länger der Krankheitsverlauf, desto schwerer sind die kumulativen Nerven- und Gefäßläsionen.
Besonders bei Diabetespatienten über 60 Jahren nimmt die Wahrnehmungs- und Regenerationsfähigkeit der Füße ab, was besondere Aufmerksamkeit erfordert.

3️⃣ Bereits aufgetretene Neuropathie-Symptome

⚠️ Wenn Sie diese Empfindungen häufig haben, deutet dies auf eine Nervenschädigung hin:

  • Taubheitsgefühl in den Füßen, Ameisenlaufen, brennende Schmerzen
  • Unempfindlichkeit gegenüber Kälte, Hitze und Schmerzen
  • Trockene, schweißfreie Füße, die zu Rissen neigen.

4️⃣ Ungünstiger Zustand der Gefäße der unteren Extremitäten

  • Schmerzen in den Beinen nach kurzen Gehstrecken (Claudicatio intermittens)
  • Kalte Füße, blasse oder bläulich-dunkle Haut
  • Die Pulsation der Arteria dorsalis pedis ist abgeschwächt oder sogar nicht tastbar.

5️⃣ Bereits bestehende Fußdeformitäten oder Hühneraugen

  • Hallux valgus, Hammerzehe
  • Plantare Hyperkeratose und Clavus
  • Verdickte Zehennägel, Eingewachsene Zehennägel

6️⃣ Vorgeschichte von Fußulzera oder Amputationen

⚠️ Dies ist das wichtigste Warnsignal! Das Risiko eines erneuten Auftretens ist extrem hoch.


Fußgesundheit schützen, merken Sie sich die "Drei-Schritte-Kernregel"

✅ Schritt 1: Tägliche Selbstuntersuchung der Füße (5-Minuten-Routine)

Jeden Abend vor dem Schlafengehen, bei hellem Licht:

  1. Gibt es Verletzungen, Blasen, Rötungen oder Mazerationen in den Zehenzwischenräumen
  2. Ist der Puls der Arteria dorsalis pedis tastbar, ist die Haut zu kühl oder zu warm
  3. Gibt es Taubheitsgefühle oder Kribbeln
    Wenn Sie nicht gut sehen können, können Sie einen Spiegel verwenden, um die Fußsohle zu betrachten, oder Familienmitglieder um Hilfe bitten.

✅ Schritt 2: Wissenschaftliche Fußpflege (Details entscheiden über den Erfolg)

  • FußwäscheWassertemperatur ≤ 37°C (mit dem Ellenbogen prüfen, nicht mit dem Fuß!), Dauer < 10 Minuten, sanft abtrocknen (besonders zwischen den Zehen).
  • HautpflegeTäglich Feuchtigkeitscreme auftragen (Zehenzwischenräume aussparen), um Trockenheit und Rissen vorzubeugen.
  • Zehennägel schneidenGerade schneiden, nicht zu kurz, Kanten mit einer Feile glätten
  • Socken und Schuhe anziehen
    Schuhe: Weit und atmungsaktiv, am Nachmittag kaufen (wenn die Füße leicht geschwollen sind), vor dem Anziehen auf Fremdkörper im Schuh überprüfen.
    Socken: Wählen Sie helle, nahtlose, atmungsaktive Baumwollsocken und wechseln Sie diese täglich.

✅ Schritt 3: Vermeiden Sie "fußschädigende Verhaltensweisen"

  • Gehen Sie niemals barfuß (weder drinnen noch draußen!).
  • Verwenden Sie keine Wärmflasche oder Heizdecke, um die Füße zu wärmen.
  • ❌ Behandeln Sie Hühneraugen und Schwielen nicht selbst
  • Vermeiden Sie es, über längere Zeit die Beine übereinanderzuschlagen.

Bei Auftreten dieser Symptome sofort ärztliche Hilfe aufsuchen!

  • Jede Verletzung der Haut an den Füßen, selbst wenn sie klein ist
  • Lokale Rötung, Schwellung, Wärme und Schmerzen
  • Plötzliche Verschlimmerung von Fußgeruch
  • Beim Gehen fühlt sich der Fußboden wie Watte an.

Zusammenfassung: Goldene Regeln zur Prävention des diabetischen Fußsyndroms

Zuckerregulation ist die Grundlage, Untersuchungen sind der Schlüssel, Fußpflege ist eine Gewohnheit, bei Verletzungen sofort zum Arzt.
Prävention ist viel einfacher als Behandlung. Fünf Minuten tägliche Aufmerksamkeit für Ihre Füße sind der beste Schutz für sich selbst.


Ihre Füße benötigen mehr Pflege, als Sie sich vorstellen können.
Weiterleiten an Diabetiker in Ihrem Umfeld und erinnern Sie sie daran, heute Abend eine Fußuntersuchung durchzuführen!

Dieser Artikel dient der allgemeinen Gesundheitsaufklärung. Bei konkreten Symptomen suchen Sie bitte umgehend die endokrinologische oder podologische Fachambulanz auf.