Im Winter verspüren viele Diabetiker aufgrund der kalten Witterung ein Kältegefühl sowie Taubheit in Beinen und Füßen. Viele führen dies einfach auf "die kältere Jahreszeit" zurück, doch Dr. Huang Xinwen, stellvertretender Chefarzt des Lanzhou Ruijing Diabetes Hospitals, warnt ausdrücklich:Dies könnte ein wichtiges Signal für eine diabetische Neuropathie sein und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden!

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Kalte Beine und Füße: Mehr als nur ein Temperaturproblem


Direktor Huang Xinwen weist darauf hin, dass kalte Füße und Beine bei Diabetespatienten oft nicht auf einen einzigen Faktor zurückzuführen sind. Kaltes Wetter kann die Symptome verschlimmern, aber die grundlegende Ursache steht in der Regel im Zusammenhang mit den durch Diabetes verursachten Nerven- und Gefäßschäden.


Patienten halten kalte Füße und Beine oft fälschlicherweise für eine normale Reaktion auf Wetterveränderungen. Erst wenn Schmerzen, Geschwüre oder sogar Gangrän auftreten, suchen sie ärztliche Hilfe. Zu diesem Zeitpunkt ist jedoch oft der optimale Zeitpunkt für eine Intervention bereits verpasst, betont Direktor Huang Xinwen.

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Diabetische Neuropathie: Die stille Komplikation


Diabetische Neuropathie ist eine der häufigsten chronischen Komplikationen von Diabetes. Direktor Huang Xinwen erklärt, dass ein langfristig hoher Blutzuckerspiegel die Nerven im gesamten Körper schädigt, insbesondere die peripheren Nerven der unteren Extremitäten. Diese Schädigung kann zu Folgendem führen:

  1. ParästhesieKältegefühl, Taubheit, Kribbeln oder Brennen in den Beinen und Füßen
  2. TemperaturwahrnehmungsstörungUnempfindlichkeit gegenüber Kälte und Hitze, erhöhte Gefahr von Verbrennungen oder Erfrierungen.
  3. SchmerzschwellenveränderungLeichte Verletzungen sind schwer zu erkennen und können sich leicht zu Geschwüren entwickeln.
  4. Autonome DysfunktionBeeinflusst die vasomotorische Funktion und verschlimmert die Durchblutungsstörung.

"Neuropathie ist wie ein stiller Zerstörer, die anfänglichen Symptome sind nicht offensichtlich, aber der Schaden ist enorm", sagte Direktor Huang Xinwen.

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Prävention und Behandlung kombiniert: Drei-Ebenen-Präventionsstrategie


Für diabetische Neuropathie hat Direktor Huang Xinwen systematische Präventions- und Behandlungsempfehlungen vorgeschlagen:

Primärprävention: Strikte Blutzuckerkontrolle




  • Nüchternblutzucker sollte im Bereich von 4,4 bis 7,0 mmol/L kontrolliert werden.
  • Postprandialer Blutzucker unter 10,0 mmol/L
  • HbA1c-Wert unter 7% halten
  • "Ein stabiler Blutzuckerspiegel ist der Grundstein zur Vorbeugung aller Komplikationen." betonte Direktor Huang Xinwen.

Sekundärprävention: Regelmäßiges Screening und Monitoring




Chefarzt Huang Xinwen empfiehlt Diabetikern, mindestens einmal jährlich eine umfassende Neuropathie-Untersuchung durchführen zu lassen, einschließlich:

  • 10-Gramm-Nylonfaden-Test: Bewertung des Schutzgefühls
  • Vibrationsempfindungsschwellenbestimmung
  • Achillessehnenreflexprüfung
  • Temperatur- und Nadelstichempfindungsprüfung

Früherkennung und frühes Eingreifen sind der Schlüssel, um schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden, sagte Direktor Huang Xinwen.

Tertiärprävention: Umfassendes Management und Behandlung




Für Patienten, bei denen bereits eine Neuropathie aufgetreten ist, empfiehlt Direktor Huang Xinwen eine umfassende Behandlungsstrategie:

  1. Kausale TherapieIntensivierte Blutzuckerkontrolle
  2. Symptomatische BehandlungMedikamentöse Behandlung bei Symptomen wie Schmerzen und Taubheitsgefühlen
  3. NervenreparaturEinsatz von Neurotropika
  4. Verbesserung der DurchblutungFörderung der Durchblutung der unteren Extremitäten
  5. FußpflegeTäglich die Füße untersuchen, sauber und trocken halten, geeignete Schuhe und Socken auswählen.

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Besonders wichtig: Diese Symptome erfordern sofortige ärztliche Behandlung.


Chefarzt Huang Xinwen weist ausdrücklich darauf hin, dass Diabetiker bei folgenden Symptomen umgehend ärztliche Hilfe aufsuchen sollten:

  • Kalte Beine und Füße begleitet von anhaltender Taubheit oder Kribbeln.
  • Veränderung der Hautfarbe an den Füßen (Blässe, livide Verfärbung)
  • Auftreten von schlecht heilenden Wunden oder Geschwüren
  • Fußdeformitäten oder Schwellungen
  • Schmerzen in den Beinen beim Gehen, die in Ruhe nachlassen (Claudicatio intermittens).

Expertenzusammenfassung


Direktor Huang Xinwen fasste zusammen: "Diabetische Neuropathie ist vermeidbar und kontrollierbar. Entscheidend ist, dass Patienten ihr Bewusstsein schärfen und kalte Füße nicht einfach auf Wetterveränderungen zurückführen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, strikte Blutzuckerkontrolle und wissenschaftliche Fußpflege – diese drei Schutzmaßnahmen können das Auftreten schwerwiegender Komplikationen wirksam verhindern."


Das Lanzhou Ruijing Diabetes Hospital bietet Patienten professionelle Bewertungen, Diagnosen und Behandlungspläne. Direktor Huang Xinwen ruft Diabetespatienten dazu auf, frühe Signale ernst zu nehmen, rechtzeitig einzugreifen, die Nervengesundheit zu schützen und die Lebensqualität zu verbessern.