Wie wird Acarbose korrekt angewendet, um die maximale Wirksamkeit des Medikaments zu gewährleisten?
Das Wirkprinzip dieses Medikaments besteht hauptsächlich darin, den Abbau von Polysacchariden in der Nahrung zu hemmen, wodurch die Zuckeraufnahme verlangsamt und postprandiale Hyperglykämie reduziert wird.
Acarbose gibt es in der Regel in zwei Darreichungsformen: als Kapseln und als Tabletten.
Die meisten Menschen mit Diabetes sollten wissen, dass Acarbose primär zur Kontrolle des Blutzuckerspiegels nach den Mahlzeiten eingesetzt wird, jedoch in unterschiedlicher Anwendung.
Die beiden Formen unterscheiden sich: Kapseln müssen unzerkaut geschluckt werden, während Tabletten unbedingt mit dem ersten Bissen der Hauptmahlzeit zerkaut eingenommen werden müssen, um optimal zu wirken – dieser Punkt ist besonders wichtig.
Ein Beispiel: Wenn der erste Bissen Gemüse oder Fleisch ist, hat Acarbose dann eine Wirkung? Es muss zwingend mit dem ersten Bissen der Hauptmahlzeit zerkaut werden.
Manche fragen auch, ob Glucobay dasselbe wie Acarbose ist. Ja, Glucobay, Acarbose und Glucobay gehören zur gleichen Medikamentenklasse.
Die übliche Dosierung beträgt 50 mg, es gibt auch 100 mg, jedoch seltener.
Die Standarddosis ist normalerweise eine 50-mg-Tablette morgens, mittags und abends. Bei unzureichender postprandialer Kontrolle kann die Dosis auf zwei Tabletten pro Mahlzeit erhöht werden, sodass die maximale Tagesdosis 200 mg beträgt.
Wer es schon einmal eingenommen hat, weiß, dass dieses Medikament etwas unangenehm sein kann, da es Blähungen und vermehrte Gasbildung verursacht. Ein Spaziergang nach dem Essen kann diese Beschwerden jedoch lindern.
Dieses Medikament ist flexibel einsetzbar. Einige Menschen mit Diabetes spritzen normalerweise Insulin und haben stabile Blutzuckerwerte, aber bei besonderen Anlässen oder wenn die Mahlzeit außer Haus mehr Kohlenhydrate und weniger Gemüse enthält, kann jederzeit eine zusätzliche Acarbose-Tablette eingenommen werden, um starke Blutzuckerschwankungen nach dem Essen zu vermeiden. Daher können Menschen mit Diabetes dieses Medikament bei sich tragen, wie ein Bonbon in der Tasche, und bei Bedarf einnehmen. Betrachten Sie es nicht als Medikament, sondern als kleines Bonbon – so wird die psychische Belastung geringer.
Ein weiterer Punkt: Acarbose kann mit allen blutzuckersenkenden Medikamenten kombiniert werden, jedoch sollten keine Wirkstoffe mit gleichem Wirkmechanismus doppelt angewendet werden. Beispielsweise senkt Insulin Aspart bereits den postprandialen Blutzucker, sodass Acarbose normalerweise nicht zusätzlich benötigt wird.
Falls Sie unsicher sind, ob Sie Medikamente mit gleicher Wirkung doppelt einnehmen, können Sie mich fragen. Ich helfe Ihnen bei der Anpassung.