Die Antwort lautet: Prädiabetes.

Zuvor habe ich bereits erklärt, was Prädiabetes bedeutet: Es handelt sich um eine gestörte Glukoseregulation, einschließlich einer gestörten Nüchternglukose und einer verminderten Glukosetoleranz.

Lassen Sie mich die Konzepte noch einmal wiederholen:

Gestörte Nüchternglukose: Dies bedeutet, dass der Nüchternblutzuckerwert über 5,6 mmol/l, aber unter 7,0 mmol/l liegt.

Gestörte Glukosetoleranz: Dies bezieht sich auf einen 2-Stunden-Blutzuckerwert im oralen Glukosetoleranztest von über 7,8 mmol/l, aber unter 11,1 mmol/l.

Dies sind die frühen Anzeichen von Diabetes, die sich im Verlauf von Typ-2-Diabetes deutlicher zeigen. Es ist eine Übergangsphase von einem gesunden Zustand zu Diabetes, eine goldene Umkehrphase und die letzte Gelegenheit, die Entwicklung eines echten Diabetes zu verhindern. Daher weist Professor Tang Wei, ein Experte für Endokrinologie in China, darauf hin, dass die frühzeitige Erkennung von gestörter Nüchternglukose und verminderter Glukosetoleranz sowie eine rechtzeitige und wirksame Intervention der Schlüssel zur Prävention von Typ-2-Diabetes sind.

Bei diesem Thema muss Dr. Wu oft frustriert feststellen, dass er allen Patienten in seiner Praxis, bei denen Prädiabetes diagnostiziert wird, ausführlich die Schwere und Bedeutung dieser Phase erklärt. Doch nur wenige hören wirklich zu – von 100 Patienten nehmen höchstens 10 diese Phase ernst und ergreifen aktive Maßnahmen. Die meisten anderen denken: "Ich fühle mich nicht unwohl, es ist nicht so schlimm, ich bin noch jung, ich werde einfach etwas vorsichtiger sein." Einige Jahre später entwickeln sie dann einen echten Diabetes. Andere hören überhaupt nicht zu und sind sehr ungeduldig. Daher erklärt Dr. Wu in solchen Fällen nur noch einmal: Wer zuhört, kann sein Glück darin finden und Diabetes knapp verpassen; wer nicht zuhört, dem bleibt nichts weiter zu sagen.

Studien zeigen, dass bei Patienten mit gestörter Glukosetoleranz in den nächsten 5 bis 10 Jahren mindestens ein Drittel Diabetes entwickelt, ein Drittel wieder normale Werte erreicht und ein Drittel unverändert bleibt.

Nun stellt sich die Frage: Haben Sie eine gestörte Glukosetoleranz? Haben Sie rechtzeitig interveniert und Anpassungen vorgenommen? In welches der genannten Drittel möchten Sie gehören?