„Der Mensch lebt vom Essen“ – für Diabetiker hat dieser Satz ein noch größeres Gewicht. Ernährung betrifft nicht nur die Grundversorgung, sondern bestimmt direkt die Blutzuckerschwankungen und den Gesundheitsverlauf.

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Ich leide seit 17 Jahren an Diabetes. Auf diesem Weg habe ich meinen Körper als „Labor“ genutzt, mich intensiv mit medizinischen Klassikern wie dem „Huangdi Neijing“ und „Compendium of Materia Medica“ beschäftigt und verschiedene in Büchern dokumentierte sowie im Internet kursierende Lebensmittel selbst ausprobiert.

Praxis schafft Erkenntnis. Ich habe festgestellt, dass einige Lebensmittel tatsächlich sehr hilfreich für die Blutzuckerkontrolle sind, während andere den gegenteiligen Effekt haben.

Heute bin ich 78 Jahre alt, meine Blutzucker, Blutdruck und Blutfettwerte sind alle stabil, ich bin körperlich fit und geistig rege. Heute teile ich meine gesammelten Ernährungserfahrungen mit anderen Diabetikern.


01 Liste von Lebensmitteln zur Blutzuckerkontrolle: Sechs Kategorien natürlicher Helfer

1. Lebensmittel mit „natürlichem Insulin“

Diese Lebensmittel enthalten insulinähnliche Komponenten oder fördern die Insulinsekretion: Bittermelone, Maulbeerblätter, Maulbeeren, Maisgrannen, grüne Erbsen, Guavenblätter usw. Ich trinke oft Wasser mit frischen Maulbeerblättern.

2. Bitter schmeckende Lebensmittel, die „Bitterkeit gegen Süße einsetzen“

Die traditionelle chinesische Medizin geht davon aus, dass bitterer Geschmack blutzuckersenkende Wirkung hat: Bittermelone, Kuding-Tee, Houttuynia cordata, Löwenzahn, Lotusherzen, American Ginseng usw. Der maßvolle Verzehr bitterer Speisen hilft tatsächlich, den postprandialen Blutzucker zu stabilisieren.

3. Allgemein anerkannte Lebensmittel zur Unterstützung der Blutzuckerkontrolle

Viele gängige Lebensmittel haben eine unterstützende Wirkung auf die Blutzuckerkontrolle: Yamswurzel, Zwiebeln, Holzohren, Silberohren, Hafer, Buchweizen, Spinatwurzeln, Tomaten usw. Davon dämpfe ich oft Yamswurzeln, die sättigend sind und den Blutzucker langsam ansteigen lassen.

4. Lebensmittel der „sicheren Zone“ mit niedrigem Zucker- und Fettgehalt

Diese Lebensmittel können relativ bedenkenlos verzehrt werden: Tofu, Konjak, verschiedene Blattgemüse, Bambussprossen usw. Sie sind regelmäßige Gäste auf meinem Esstisch, liefern Nährstoffe und beeinflussen den Blutzucker kaum.

5. Lebensmittel zur Ergänzung kritischer Nährstoffe

Diabetiker haben oft einen Mangel an bestimmten Nährstoffen: Eier, Fisch, Milchprodukte (reich an Protein); Shiitake-Pilze, Sesam (reich an Selen); Walnüsse, Vollkornprodukte (reich an Magnesium, Chrom). Ich sorge täglich für ein Ei und eine angemessene Menge Nüsse.

6. „Verzögernd“ wirkende Früchte, reich an Pektin

Früchte wie Äpfel, Pfirsiche, Kirschen, Ananas usw. enthalten reichlich Pektin, das die Zuckeraufnahme verzögern kann. Achten Sie darauf, sie in Maßen zwischen den Mahlzeiten und nicht direkt nach dem Essen zu verzehren.


02 Zwei Arten von Lebensmitteln, vor denen man sich hüten sollte ⚠️

1. Frittierte und gegrillte Lebensmittel: Die Verarbeitung bei hohen Temperaturen erzeugt nicht nur schädliche Substanzen, sondern erhöht auch den Kalorien- und Fettgehalt der Lebensmittel erheblich und verschlimmert die Insulinresistenz.

2. Gepökelte und geräucherte Lebensmittel: Viel Salz treibt den Blutdruck in die Höhe, und Bluthochdruck und Diabetes gehen oft Hand in Hand und schädigen gemeinsam die Blutgefäßgesundheit.

Diese Lebensmittel meide ich grundsätzlich, probiere sie höchstens gelegentlich und dann nur in minimalen Mengen.


03 Entscheidende Enthüllung: Welche Mahlzeit beeinflusst den Blutzucker am meisten?

Basierend auf meinen 17-jährigen Überwachungserfahrungen und modernen medizinischen Forschungen hat das Frühstück den größten Einfluss auf den Tagesblutzucker.

Dafür gibt es drei Gründe:

  1. Beendigung des Fastenzustands: Nach nächtlichem Verbrauch reagiert der Körper auf das Frühstück am empfindlichsten in Bezug auf den Blutzucker.
  2. Festlegung der metabolischen Grundlage: Ein reichhaltiges und ausgewogenes Frühstück hilft, die Insulinempfindlichkeit über den Tag zu verbessern, während ein unangemessenes Frühstück die Blutzuckerkontrolle bei späteren Mahlzeiten erschweren kann.
  3. Vermeidung von kompensatorischem Essen: Das Auslassen oder Nachlässigen beim Frühstück kann zu übermäßigem Hunger beim Mittagessen führen, was Überessen und einen raschen Blutzuckeranstieg zur Folge hat.

Mein Frühstücksprinzip: Hochwertiges Protein (Ei/Sojamilch) + angemessene Menge komplexer Kohlenhydrate (Hafer/Vollkornbrötchen) + wenig gesundes Fett (einige Nüsse) + Gemüse. Eine solche Kombination lässt den Blutzucker langsam wie an einer sanften Steigung ansteigen, nicht wie bei einer Achterbahnfahrt.


04 So planen Sie die drei Mahlzeiten am Tag am besten

Frühstück (7:00-8:00 Uhr): Gut essen, wie das „Frühstück eines Kaisers“. Beispiel: Eine kleine Schale Haferbrei, ein gekochtes Ei, eine Portion Gurkensalat.

Mittagessen (12:00-13:00 Uhr): Satt essen, ausgewogene Ernährung. Eine faustgroße Portion Vollkornreis, eine handflächengroße Portion gedämpfter Fisch, ein großer Teller mit verschiedenem Gemüse (unter Verwendung der oben genannten vorteilhaften Gemüsesorten).

Abendessen (18:00-19:00 Uhr): Wenig essen, leicht und verdaulich. Zum Beispiel eine kleine Schale Tofu-Pilz-Suppe, eine Portion gebratenes Gemüse, wenig oder keine Beilage.

Zwischenmahlzeit (optional): Um 10 Uhr vormittags oder 16 Uhr nachmittags kann ein halber Apfel oder eine kleine Handvoll Nüsse gegessen werden, um Unterzuckerung vorzubeugen und die Menge der Hauptmahlzeiten zu reduzieren.


Abschließende Worte: Nahrung ist Medizin, aber auch Weisheit

In siebzehn Jahren habe ich tief erfahren: Das Diabetesmanagement basiert zu siebzig Prozent auf Ernährung und zu dreißig Prozent auf Behandlung. Nahrung kann eine wirksame Medizin für die Blutzuckerkontrolle sein, aber auch ein Stolperstein für die Gesundheit.

Meine Liste basiert auf persönlicher Erfahrung, aber jeder Mensch hat eine andere Konstitution. Bitte passen Sie sie flexibel unter Anleitung eines Arztes oder Ernährungsberaters an. Es gibt keine Abkürzung auf dem Weg der Blutzuckerkontrolle, aber mit der richtigen Ernährungswissen kann dieser Weg stabil und gelassen beschritten werden.