Warum fällt es Frauen heute schwer, schwanger zu werden?
Früher konnten viele Frauen fünf- oder sechsmal gebären, und alle Kinder kamen gesund zur Welt. Mit dem gesellschaftlichen Fortschritt hingegen wird Schwangerschaft für immer mehr Frauen zur Herausforderung; viele Paare erleben mittlerweile „ein einziges Kind ist kaum noch zu bekommen“. Selbst wenn eine Schwangerschaft eintritt, drohen Tot- oder Fehlgeburten. Warum fällt es heute so vielen Frauen schwer, schwanger zu werden?

Warum fällt es heutigen Frauen schwer, schwanger zu werden?
Warum fällt es heutigen Frauen schwer, schwanger zu werden?
1. Habituelle Aborte
In der heutigen offenen Gesellschaft ist freie Partnerwahl üblich. Viele Frauen haben in jungen Jahren ungeschützten Geschlechtsverkehr, werden ungewollt schwanger und lassen sich anschließend abtreiben. Mehrfache Abtreibungen beeinträchtigen die spätere Fertilität erheblich und erhöhen das Risiko für Fehl- oder Spontanaborte. Als habituell gelten mindestens zwei aufeinanderfolgende Aborte innerhalb desselben Schwangerschaftszeitraums; sie zählen zur Gruppe der Sterilitätsursachen.
2. Endokrine Störungen
Ungesunde Ernährung mit viel rohem, kaltem oder scharfem Essen, unregelmäßiger Schlaf, häufiges Überstunden, Bewegungsmangel und sitzende Tätigkeit sowie ein beschleunigter Lebensrhythmus mit Angst und Depressionen – all diese Faktoren führen leicht zu hormonalen Ungleichgewichten. Bestehen solche über längere Zeit, drohen Zyklusstörungen und Ovulationsausfälle, die die Reproduktionsfähigkeit senken und eine Schwangerschaft erschweren.
3. Umweltverschmutzung
Verschmutztes Wasser, verunreinigte Luft und belastete Lebensmittel beeinflussen die Fortpflanzungsfunktion. Schadstoffe wie die Schwermetalle Aluminium, Cobalt und Blei, aber auch Gossypol, Pestizide, Herbizide und Konservierungsstoffe können die Spermatogenese im Hoden schädigen. Pestizide stören zudem den Stoffwechsel von Östrogenen im Körper und fördern so Unfruchtbarkeit.
4. Infektiöse Ursachen
Hodenentzündungen, Nebenhoden- oder Prostataerkrankungen beim Mann begünstigen Azoospermie, Oligozoospermie oder Asthenozoospermie und beeinträchtigen die Fertilität. Bei der Frau führen unbehandelte Adnexitiden oder Pelvipathologien häufig zu Verwachsungen und Verschlüssen der Eileiter sowie zur Funktionseinschränkung der Tubenfimbrien – ein häufiger Grund für kinderlose Ehen.