Neun Fragen zu Blutdrucksenkern – Kennen Sie die Antworten?
Viele ältere Menschen leiden unter Bluthochdruck und verlassen sich auf Blutdrucksenker, um ihre Blutdruckwerte stabil zu halten. Es gibt zahlreiche Arten von Blutdrucksenkern im klinischen Einsatz. Welche dieser Medikamente sind am wirksamsten? Wie wählt man das richtige Blutdruckmittel aus? Können Blutdrucksenker Nebenwirkungen haben? Diese Fragen sind für viele Menschen von Interesse. Im Folgenden werde ich diese Themen anhand von neun Aspekten erläutern.
Erstens, welches Blutdruckmittel ist am wirksamsten? Im Allgemeinen sind Dihydropyridine (z.B. Amlodipin) etwas stärker als Sartane (z.B. Losartan), während Betablocker (z.B. Metoprolol) die schwächste Wirkung haben. Die Wahl des Medikaments hängt jedoch auch von der individuellen Situation ab. Bei jüngeren Patienten, deren sympathische Nerven stark aktiviert sind, können Betablocker besonders effektiv sein. Das beste Medikament ist also das, das den Blutdruck in den Normalbereich bringt.
Zweitens, muss das Blutdruckmittel regelmäßig gewechselt werden? Solange der Blutdruck stabil bleibt, ist ein Wechsel nicht notwendig.
Drittens, wie viel kann ein Blutdruckmittel den Blutdruck senken? Dies hängt von der individuellen Blutdrucksituation ab. Je höher der Blutdruck, desto stärker fällt er. Ein Patient mit einem Blutdruck von 180 mmHg könnte eine Senkung um 20 mmHg erleben, während ein Patient mit 140 mmHg möglicherweise nur 5-10 mmHg sinkt.
Viertens, führt die Einnahme von Blutdrucksenkern zu Abhängigkeit? Ich kann mit Bestimmtheit sagen, dass dies nicht der Fall ist. Der Blutdruck kehrt nach dem Absetzen des Medikaments zu seinem ursprünglichen Wert zurück.
Fünftens, wenn der systolische Blutdruck sehr hoch und der diastolische Blutdruck nur etwa 60 mmHg beträgt, kann das Blutdruckmittel den diastolischen Blutdruck extrem senken? Der menschliche Körper hat eigene Regulierungsmechanismen. Blutdrucksenker wirken in der Regel stärker auf den systolischen Blutdruck. Bei rein diastolischem Hochdruck ist es schwieriger, den Blutdruck zu senken. Trotzdem sollte bei niedrigem diastolischem Blutdruck weiterhin das Blutdruckmittel eingenommen werden, wenn es notwendig ist.
Sechstens, kann man mit der Einnahme des Blutdruckmittels aufhören, wenn der Blutdruck normalisiert ist? Wenn der Blutdruck vor der Einnahme des Medikaments unter 160 mmHg lag und in den letzten drei Monaten durch Gewichtsverlust, Bewegung und weniger Salzkonsum gesenkt wurde, so dass er nun etwa 120 mmHg beträgt, kann ein Versuch gemacht werden, das Medikament abzusetzen. Nach dem Absetzen sollte der Blutdruck regelmäßig überwacht werden. Wenn der Blutdruck vor der Einnahme sehr hoch war, sollte man besser nicht versuchen, das Medikament abzusetzen.
Siebtens, soll man das Blutdruckmittel vor oder nach dem Essen nehmen? Beides ist in Ordnung, aber einige Patienten erleben nach dem Essen einen starken Blutdruckabfall. Daher ist es oft besser, das Medikament nach dem Essen einzunehmen, da es dann wirkt, wenn der Blutdruck ohnehin nicht mehr so tief ist. Beachten Sie auch die Packungsbeilage, um spezielle Hinweise zu beachten.
Achtens, soll man das Blutdruckmittel morgens oder abends nehmen? Hierfür sollten Sie Ihren täglichen Blutdruckverlauf kennen. Wenn der Blutdruck abends hoch ist, nehmen Sie das Medikament am Nachmittag, wenn er tagsüber hoch ist, nehmen Sie es morgens. Berücksichtigen Sie auch Ihre individuelle Situation.
Neuntens, können Blutdrucksenker die Leber- und Nierenfunktion beeinträchtigen? Viele Medikamente können die Leber- und Nierenfunktion beeinträchtigen, aber Blutdrucksenker gelten im Vergleich dazu als relativ sicher. Viele Menschen nehmen sie jahrzehntelang ohne Probleme. Wenn Sie die Anweisungen Ihres Arztes befolgen, wird die Leber- und Nierenfunktion in den meisten Fällen nicht beeinträchtigt.