Patient Zhang bat mich: "Dr. Li, könnten Sie bitte prüfen, ob in meinem Fall eine Strahlentherapie vermieden werden kann?" Beim Blick auf ihren pathologischen Bericht zeigte sich ein Lungenadenokarzinom mit 80 % azinären und 20 % lepidischen Anteilen, ein maximaler Tumordurchmesser von 1,5 cm, Luftraumausbreitung sowie Lymphknotenmetastasen. Das Krankenhaus schlug ihr eine Behandlung mit vier Chemotherapie- und 25 Strahlentherapie-Einheiten vor. Ich halte diesen Plan für durchaus angemessen und fragte sie daher, warum sie die Strahlentherapie ablehne. Sie äußerte die Angst vor einer Strahlenpneumonitis – eine Sorge, die viele Patienten teilen. Allerdings führt eine Strahlentherapie nicht zwangsläufig zu einer Strahlenpneumonitis. Während der Behandlung kontrollieren die Ärzte streng die Bestrahlungsmethode, -dosis, -fläche und -geschwindigkeit, alles nach festgelegten Protokollen. Daher ist übermäßige Besorgnis unnötig. Das Auftreten einer Strahlenpneumonitis hängt nicht nur von der Strahlentherapie selbst ab, sondern auch davon, ob der Patient während der Behandlung an Erkältungen leidet, eine chronische Lungenerkrankung vorliegt oder der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten. Daher ist es wichtig, während der Strahlentherapie mit dem Arzt zusammenzuarbeiten und das Immunsystem zu stärken.