Die Operation ist die wirksamste Methode zur Behandlung eines Makulaforamens.
Das Makulaforamen ist eine Augenhintergrunderkrankung mit einer Inzidenz von 0,6–0,7 %. Es tritt häufig bei älteren Menschen sowie bei Personen mit vorangegangenen Augenverletzungen oder hoher Kurzsichtigkeit auf. Die Makula befindet sich im Zentrum der Netzhaut und ist die zone mit der höchsten Sehempfindlichkeit. In diesem Bereich sind die Zapfen für das Sehen und Farbensehen verteilt. Daher führt jede Erkrankung, die die Makula betrifft, zu einer deutlichen Verschlechterung der zentralen Sehschärfe, dunklerem Sehen und Verzerrungen. Makulaforamen werden in lamelläre und vollständige Foramen unterteilt. Sie entstehen hauptsächlich aus einer langfristigen zystoiden Makulaödembildung, verursacht durch Entzündungen, Traumata, Vergiftungen, Degenerationen oder hohe Kurzsichtigkeit. Ein Makulaforamen ohne erkennbare Ursache wird als idiopathisches Makulaforamen bezeichnet.
Grundsätzlich werden drei Arten von Makulaforamen unterschieden:
1. Idiopathisches Makulaforamen;
2. Traumatisches Makulaforamen;
3. Makulaforamen bei hoher Kurzsichtigkeit.
Die beiden letztgenannten Arten können mit einer Netzhautablösung einhergehen, insbesondere bei hoher Kurzsichtigkeit in Kombination mit einem Makulaforamen.
Behandlungsmethoden für Makulaforamen
In der Vergangenheit konnten viele Makulaforamen aufgrund chirurgischer Limitierungen nicht behandelt, sondern lediglich medikamentös kontrolliert werden. Tatsächlich können jedoch über 95 % der Makulaforamen durch Vitrektomie geheilt werden, wobei die Heilungsrate bei idiopathischen Makulaforamen sogar über 95 % liegt.
Schlüssel zum Erfolg der Makulaforamen-Operation
Der Erfolg der Makulaforamen-Operation hängt von zwei Faktoren ab: Erstens der erfolgreichen Beseitigung von Zugkräften im Makulabereich durch Entfernung der dünneren als eine Zellschicht messenden inneren Grenzmembran. Zweitens der strikten Befolgung der ärztlichen Anweisungen durch den Patienten, insbesondere der Einhaltung einer mindestens einwöchigen Bauchlage nach der Operation bei Gasfüllung des Auges, um den Makulabereich relativ trocken zu halten und die Heilung zu fördern.
Unsere klinischen Beobachtungen zeigen, dass über 85 % der idiopathischen Makulaforamen innerhalb einer Woche nach der Operation verschlossen sind, etwa 70 % davon bereits am ersten postoperativen Tag.
Prognose der Makulaforamen-Behandlung
Viele Faktoren beeinflussen das postoperative Sehergebnis, darunter die Dauer des Makulaforamens und die Geschwindigkeit der Erholung der Photorezeptorzellen nach der Heilung. Gleichzeitig spielt die operative Expertise des Chirurgen eine entscheidende Rolle.
Ein erfahrener Vitrektomie-Chirurg sollte bei der Behandlung eines Makulaforamens stets die Wiederherstellung der Sehkraft des Patienten im Blick haben, nicht nur den technischen Ablauf des Eingriffs. Bei meinen Operationen kombiniere ich die Behandlung des Makulaforamens standardmäßig mit einer Kataraktoperation, da sich der bestehende Graue Star innerhalb von zwei Jahren nach der Vitrektomie deutlich verschlechtern und eine erneute Operation erforderlich machen würde. Daher umfasst eine erfolgreiche Makulaforamen-Operation nicht nur die Netzhautchirurgie, sondern setzt auch fundierte Kenntnisse der Kataraktchirurgie voraus. Ein weiterer Schlüsselaspekt ist das Konzept des Makulaschutzes. Während der Operation, die bei mir nie länger als eine Stunde dauert, schalte ich regelmäßig die Beleuchtung des Operationsmikroskops ab und vermeide direkte Beleuchtung der Makula mit der endoilluminierenden Lichtquelle, um Lichtschäden zu verhindern. Dauerhafte Beleuchtung der Makula während der Operation verursacht nämlich Netzhautschäden, die dem direkten Blick in die Sonne gleichkommen.
Bei vielen Patienten liegt die Sehschärfe nach der Makulaforamen-Operation bei über 0,5. Die Erholung ist jedoch ein Prozess, der über ein halbes Jahr dauern kann, hauptsächlich bedingt durch die Regeneration der Photorezeptorzellen, die möglicherweise durch medikamentöse Unterstützung beschleunigt werden kann.