Allergische Rhinitis war eine Lektion für mich: Der Verzicht auf den Anspruch, eine Supermutter zu sein, ist der Beginn von Gesundheit.
Um sechs Uhr morgens wurde ich von einer Serie meiner eigenen Nieser geweckt. Draußen heulte der eisige Wind, während die Heizung innen die Luft so trocken machte, dass mein Mund und Rachen ausgedörrt waren. Im Dunkeln schlich ich ins Zimmer meines Kindes, besorgt, es könnte sich im Schlaf die Decke wegstoßen und sich erkälten – nur um festzustellen, dass ich selbst seinen gleichmäßigen Atem kaum hören konnte. Meine Nase war wieder "komplett dicht".

Dies ist der fünfte Winter, den meine allergische Rhinitis mich als Mutter begleitet. Früher hielt ich sie stets für eine unbedeutende Kleinigkeit, dachte, ich müsse sie einfach durchstehen. Bis zu jenem Morgen bei minus fünf Grad, als mir meine rutschigen Hände – vom häufigen Schnäuzen – fast einen Krug heißes Wasser über das Kind verschütten ließen. Da wurde mir schlagartig klar: Die körperlichen Signale, die ich stets ignoriert hatte, erinnerten mich auf andere Weise daran: Das Drehbuch der Supermama muss umgeschrieben werden.
I. Der „ungebetene Gast“ des Winters: Wenn Rhinitis zum Alltagshemmnis wird
„Hatschi, Hatschi, Hatschi—“ Mein Weckruf am Morgen ist nicht der Wecker, sondern diese ununterbrochene Nieserei. Sie ist wie eine drillierte Truppe, die meinen Morgen präzise und anhaltend besetzt hält.
Dass der Winter zur Hochsaison für allergische Rhinitis wird, hängt eng mit zwei Hauptfaktoren zusammen. Erstens steigt die Konzentration von Innenraumallergenen. Bei kaltem Wetter verbringen die Menschen weniger Zeit im Freien, geschlossene Fenster und Türen führen zu schlechter Belüftung, wodurch sich Allergene wie Hausstaubmilben, Schimmelpilze und Tierhaare in Innenräumen ansammeln. Besonders Hausstaubmilben finden in den warmen Innenräumen des Herbstes und Winters mit ihren idealen Vermehrungsbedingungen von 20-25°C und 75-80% Luftfeuchtigkeit perfekte Bedingungen vor. Zweitens ist kalte Luft selbst ein starker physikalischer Reiz, der nasale Symptome direkt auslösen kann.
Der Verbrauch an Taschentüchern wurde zum „Barometer“ meines Zustands. Im schlimmsten Fall reichte eine Packung Papiertaschentücher pro Tag nicht aus. Meine Nase schien wie zwei nie versiegende Wasserhähne, aus denen ständig klarer Nasenschleim tropfte. Die verstopfte Nase ließ mich nachts kaum schlafen, ich konnte nur durch den Mund atmen, was am nächsten Tag zu brennenden Halsschmerzen führte.
Das Grausamste an der allergischen Rhinitis ist, dass sie einen von den schönen Dingen des Lebens abschneidet. Am Wochenende hätte ich mit meinem Kind im Park im Schnee spielen können, doch aus Angst vor der kalten Luft musste ich absagen; die liebevoll zubereiteten, nahrhaften Mahlzeiten für mein Kind schmeckten mir nicht; selbst der zarte Milchgeruch meines Kindes war für mich nicht mehr wahrnehmbar.

II. Der Wendepunkt: Reflexion nach einem Vorfall
Der Wendepunkt kam nach der Schneezeit im letzten Jahr. Die Klasse meines Kindes organisierte einen Ski-Ausflug für Eltern und Kinder, zu dem ich bereits zugesagt hatte. Doch am Morgen der Aktivität erlitt ich einen schweren Rhinitis-Anfall, mir war schwindelig und ich konnte kaum stehen.
„Mama, kannst du wirklich nicht mit mir Ski fahren?“ Der enttäuschte Blick meines Kindes durchbohrte mein Herz wie ein Messer. Ich lag auf dem Sofa und sah aus dem Fenster, wie andere Familien fröhlich und lachend zur Piste gingen. Zum ersten Mal wurde mir bewusst, dass mein „kleines Problem“ zur Enttäuschung meines Kindes wurde.
Es war nicht das erste Mal, dass ich mein Kind aufgrund gesundheitlicher Probleme enttäuschte. Wegen der häufigen Rhinitis-Schübe hatte ich zu viele Pläne abgesagt: den Bibliotheksbesuch am Wochenende, den Kurzurlaub in den Ferien, sogar die versprochene Gutenachtgeschichte. Immer wieder beruhigte ich mich selbst: „Ich nehme dich mit, wenn es mir besser geht.“ Doch die Versprechen blieben unerfüllt und die Erwartung in den Augen meines Kindes erlosch Stück für Stück.
In dieser Nacht konnte ich nicht schlafen. Nicht wegen der verstopften Nase, sondern wegen der inneren Erschütterung. Plötzlich verstand ich: Eine erschöpfte, kranke, ängstliche Mutter ist die größte Belastung für eine Familie. Und all das, worauf ich früher stolz war – „alles für die Familie zu geben“ – war nichts anderes als eine Form selbstgefälliger Überforderung.

III. Die Fixierung loslassen: Vom Wandel der „Supermama“ zur „weisen Mama“
Die Veränderung begann damit, meine eigenen Grenzen anzuerkennen. Ich nahm all meinen Mut zusammen und rief ein Familienmeeting ein, in dem ich offen über meinen Gesundheitszustand und meine Gefühle sprach. Überraschenderweise zeigten sowohl mein Mann als auch mein Kind Verständnis und boten an, sich an den Haushaltsaufgaben zu beteiligen.
Ich lernte die Weisheit des „Faulenzens“. Ich zwang mich nicht mehr, jeden Tag ein Festmahl zum Abendessen zuzubereiten, sondern akzeptierte, dass „einfach und nahrhaft“ auch lecker sein kann; ich übernahm nicht mehr alle Hausarbeiten alleine, sondern sorgte dafür, dass jedes Familienmitglied sich einbringen konnte; ich hatte kein schlechtes Gewissen mehr, wenn ich mich ausruhte, sondern verstand, dass angemessene Erholung die Voraussetzung für bessere gemeinsame Zeit ist.
Gleichzeitig begann ich, ernsthaft auf den Winterschutz zu achten:
- Reine Raumluft erhalten: Luftreiniger verwenden, regelmäßig putzen und lüften, um die Ansammlung von Allergenen zu reduzieren.
- Raumluftfeuchtigkeit kontrollieren: Mit einem Luftbefeuchter die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen auf 40%-60% halten, um die Vermehrung von Allergenen einzudämmen.
- Umfassender Schutz im Freien: Während der Pollensaison oder bei starker Luftverschmutzung unnötige Aufenthalte im Freien reduzieren. Draußen Masken wie N95 oder chirurgische Mund-Nasen-Masken tragen, die nicht nur vor Viren, sondern auch als physikalische Barriere gegen Pollen und Feinstaub wirken.
- Nasenpflege: Tägliche Nasenspülung mit physiologischer Kochsalzlösung kann die Empfindlichkeit der Nasenschleimhaut verringern und Bakterien sowie Sekrete aus der Nase spülen.
Diese kleinen Veränderungen machten mir klar: Sich selbst zu lieben ist nicht egoistisch, sondern die Grundlage für nachhaltiges Geben.
IV. Die unerwartete Belohnung: Als ich mich änderte, änderte sich auch die Familie
Als ich die Fixierung auf die „Supermama“ losließ, geschah etwas Wunderbares. Mein Mann begann, aktiv Hausarbeiten zu übernehmen, und mein Kind lernte, seine Hausaufgaben selbstständig zu erledigen. Die Familienatmosphäre wurde durch mein „Faulenzen“ nicht chaotischer, sondern harmonischer und entspannter.
Am meisten rührte mich, dass mein Kind über Nacht erwachsen zu sein schien. Eines Abends schlich es in mein Zimmer, ein Bild in der Hand: „Mama, das ist für dich – das bist du, wie du im Bett liegst und ausruhst, und ich habe dich zugedeckt.“ Auf dem Bild schlief ich friedlich, daneben stand in kindlicher Schrift: „Mama, ich liebe dich.“
In diesem Moment verstand ich: Ein Kind braucht keine perfekte Supermama, sondern eine echte, gesunde, glückliche Mutter.
Auch heute lebe ich noch mit der winterlichen allergischen Rhinitis. Doch ich sehe sie nicht mehr als Feind, sondern als Freund, der mich daran erinnert, einen Gang herunterzuschalten. Sie lehrte mich: Die Gesundheit einer Mutter ist keine Privatsache, sondern das Fundament des Familienglücks.

Ratschläge für jede Mama, die mit ähnlichen Kämpfen konfrontiert ist
Wenn auch Sie unter winterlicher allergischer Rhinitis leiden und gleichzeitig unter den Erwartungen an eine „Supermama“ stehen, möchte ich einige tiefe Einsichten teilen:
- Körperliche Signale sind oberste Priorität: Anhaltendes Niesen, verstopfte Nase, Kopfschmerzen sind klare Warnsignale des Körpers. Zögern Sie nicht. Frühes Eingreifen kann nicht nur Symptome lindern, sondern auch eine Verschlimmerung verhindern.
- Behandlung muss „symptomatisch und ursächlich“ sein: In der Akutphase Medikamente zur Symptomkontrolle nach ärztlicher Verordnung einnehmen; in der Remissionsphase die Konstitution durch Methoden wie traditionelle chinesische Medizin oder Nasenpflege verbessern.
- Den Superhelden-Umhang ablegen und um Hilfe lernen: „Für sich selbst zu leben“ ist nicht egoistisch, sondern die Basis für nachhaltiges Geben. Wagen Sie es, Ihrer Familie Ihre Bedürfnisse und Schwierigkeiten mitzuteilen. Sie werden feststellen, dass sie Sie viel mehr unterstützen wollen, als Sie denken.
- Den Maßstab für eine „gute Mama“ neu definieren: Eine gute Mama muss nicht alles erledigen, sondern das Richtige tun. Kinder brauchen Raum zum Wachsen, und unsere „Unvollkommenheit“ gibt ihnen genau diese Gelegenheit.
Kleiner Kurs zum Schutz vor winterlicher allergischer Rhinitis
- Vor dem Verlassen des Hauses: Mit einem warmen Handtuch den Nasenrücken wärmen, dann die Tür öffnen und das Kind sich kurz akklimatisieren lassen, bevor es nach draußen geht, um die Symptome zu mildern.
- Zu Hause: Innenräume sauber halten, mit Schwerpunkt auf Bereichen wie Bad und Küche, wo sich leicht Schimmel bildet. Regelmäßig lüften, aber Pollenspitzenzeiten meiden.
- Ernährung: Mehr Lebensmittel reich an Vitamin C, B und E essen, wie Orangen, Zitronen, Tomaten, Brokkoli usw., um die Immunität zu stärken.
- Schlafrhythmus: Einen regelmäßigen Tagesrhythmus einhalten, um die Immunität zu stärken. Angemessene Ruhezeiten einplanen und Erschöpfung vermeiden.
Die winterliche allergische Rhinitis ist letztlich nur eine Episode auf der Reise des Lebens. Doch die Lektion, die sie mir erteilte – über das Loslassen, die Selbstliebe und darüber, wie man wirklich liebt und geliebt wird – werde ich mein Leben lang in Erinnerung behalten.

In diesem kalten Winter entscheide ich mich dafür, nicht länger die durchhaltende Supermama zu sein, sondern eine gesunde Mama, die sich selbst zu lieben weiß und weise ausbalanciert. Denn ich weiß: Nur wenn ich gut für mich sorge, kann ich zur wärmsten Stütze für meine Familie werden.
Ich hoffe, meine Erfahrung gibt Ihnen ein wenig Mut, unnötige Fixierungen loszulassen und heute damit zu beginnen, sich selbst gut zu lieben.