Welche Vorsichtsmaßnahmen gibt es bei oralen Medikamenten gegen benigne Prostatahyperplasie?
Benigne Prostatahyperplasie ist eine bei älteren Männern häufige chronische Erkrankung, die deutliche Miktionssymptome verursacht, einschließlich vermehrten Nykturieepisoden, erschwertem Wasserlassen und in schweren Fällen Harnverhalt, was die Lebensqualität der Männer erheblich beeinträchtigen kann. Die Behandlung mit oralen Medikamenten ist eine gängige Methode bei benigner Prostatahyperplasie. Welche Vorsichtsmaßnahmen sind bei der Behandlung mit oralen Medikamenten zu beachten?
1. Zeitpunkt der Medikamenteneinnahme
α-Blocker sind gängige Medikamente zur Behandlung der benignen Prostatahyperplasie; sie können die Miktionssymptomatik verbessern. Zu dieser Wirkstoffgruppe gehören unter anderem Tamsulosin Retardkapseln und Doxazosin. Da sie einen gewissen blutdrucksenkenden Effekt haben, werden sie in der Regel vor dem Schlafengehen eingenommen, um orthostatische Hypotonie zu vermeiden.
2. Achten Sie auf Veränderungen des PSA
5-α-Reduktase-Inhibitoren sind ebenfalls häufig verwendete Medikamente zur Behandlung der benignen Prostatahyperplasie und umfassen hauptsächlich Aplitat (Epristerid), Finasterid usw. Sie können durch Hemmung der Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron die Prostatagröße verkleinern; dieser Prozess kann jedoch das prostataspezifische Antigen (PSA) senken. Daher muss bei der Bewertung des PSA der senkende Effekt durch die Einnahme von 5-α-Reduktase-Inhibitoren unbedingt berücksichtigt werden.
3. Veränderung der sexuellen Funktion
Bei der Einnahme von α-Adrenozeptorblockern kann es zu retrograder Ejakulation kommen; bei Einnahme von 5α-Reduktasehemmern kann es zu Funktionsminderungen kommen, die sich in Form von erektiler Dysfunktion (ED) äußern können.
4. Achten Sie auf die Wirksamkeit der eingenommenen Medikamente
Bei einem Teil der Patienten wirken die oben genannten beiden Medikamentenklassen gut, bei anderen kann die medikamentöse Behandlung jedoch wenig wirksam oder sogar unwirksam sein; dann müssen andere Behandlungsverfahren erwogen werden, zum Beispiel wenn verschiedene Komplikationen auftreten, wie wiederkehrende Harnwegsinfektionen, Blasensteine, wiederholte Harnverhaltung usw., dann sollte eine chirurgische Behandlung in Betracht gezogen werden.