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Ich bin erst 30, wie kann ich eine Prostatitis haben?

In der Sprechstunde kommen oft junge Männer völlig verunsichert zu mir: Herr Direktor Yuan, ich bin erst 30, wie kann ich da schon eine Prostatitis haben? Diese Frage zeigt eigentlich das verbreitete Missverständnis über Prostatitis.


Prostatitis ist nicht nur ein Problem des höheren Alters. Besonders in der heutigen Zeit mit ihrem schnellen Lebensrhythmus und hohem Druck sind zunehmend auch junge Männer ab 20 Jahren betroffen. Wiederkehrendes Druckgefühl im Dammbereich, häufiger Harndrang, Erektionsstörungen – diese Probleme belasten bereits viele. Aus der Alterskrankheit ist für viele junge Menschen ein unsichtbarer Schmerz geworden.

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Warum sind junge Menschen anfällig für Prostatitis?

Junge Menschen wirken zwar voller Energie, aber ihre Lebensgewohnheiten bergen viele Risikofaktoren, die eine Prostatitis begünstigen.
Erstens: langes Sitzen. Programmierer, leidenschaftliche Gamer, Büroangestellte – wer täglich stundenlang sitzt, setzt die Prostata unter Druck, die Durchblutung wird beeinträchtigt und Entzündungsfaktoren sammeln sich an.
Zweitens: übermäßige Selbstbefriedigung oder ungezügeltes Sexualleben. Vielen jungen Menschen fehlt es an Aufklärung über sexuelle Gesundheit und sie glauben fälschlicherweise, je mehr, desto besser. Das führt zu einer Überlastung der Prostata und bewirkt das Gegenteil.
Drittens: Schlafmangel, ungesunde Ernährung und Stress. Unregelmäßiger Tagesrhythmus, kalorienreiches Essen und hoher psychischer Druck versetzen den Körper in einen Zustand der Schwäche, das Immunsystem leidet, und die Prostata reagiert als erste.
Viertens: Harndrang unterdrücken. Ob beim Zocken, in Meetings oder beim Überstundenmachen – stundenlang nicht zur Toilette zu gehen, führt zum Rückfluss von Urin, der die Prostata reizt und Entzündungen verursacht.

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Was sollten junge Menschen bei Prostatitis tun?

Viele junge Patienten, bei denen die Erkrankung noch nicht lange besteht und die Symptome mild sind, neigen dazu, die Beschwerden auszusitzen. Doch eine Prostatitis wird umso schwerer zu behandeln, je länger man wartet. Aus anfänglich leichten Beschwerden können sich sexuelle Funktionsstörungen und psychischer Druck entwickeln, die die Lebensqualität beeinträchtigen.


Die Behandlung einer Prostatitis beschränkt sich nicht auf die Verschreibung von Antibiotika. Es bedarf einer systematischen Bewertung und individuellen Therapie.
✔ Je nach Typ kommt eine traditionelle chinesische Behandlung zur Regulierung von Qi und Blut zum Einsatz.
✔ Bei Bedarf werden Physiotherapie, Sitzbäder und psychologische Begleitung kombiniert, um Symptome und Ursachen zu behandeln.
✔ Besonders wichtig sind Änderungen der Lebensgewohnheiten: regelmäßiges Wasserlassen, angepasstes Sexualverhalten, geregelter Tagesablauf und moderate Bewegung – das ist der Schlüssel zur nachhaltigen Besserung.



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Je früher die Behandlung, desto schneller die Erholung


Für junge Menschen ist eine Prostatitis zwar nicht lebensbedrohlich, aber ihre Auswirkungen sollten nicht unterschätzt werden – sie schadet nicht nur dem Körper, sondern untergräbt auch das Selbstvertrauen, beeinflusst die Stimmung und kann sogar Partnerschaften belasten.


Je früher die Erkrankung erkannt und behandelt wird, desto schneller ist die Genesung. Viele Patienten mit leichter Prostatitis können durch kleine Anpassungen und Änderungen des Lebensstils deutliche Besserung oder sogar vollständige Heilung erfahren.


Wenn man die Erkrankung jedoch aus Scham ignoriert und sie sich zu einer chronischen, hartnäckigen Prostatitis entwickelt, reicht es nicht mehr, einfach Medikamente zu nehmen.

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Abschließende Worte

Liebe Männer, redet euch nicht länger ein Ich bin doch noch jung.Jung sein ist kein Schutzschild, Gesundheit ist das eigentliche Kapital.
Wenn ihr Symptome wie Druckgefühl im Dammbereich, Probleme beim Wasserlassen oder nachlassende Sexualfunktion bemerkt, sucht bitte frühzeitig einen Arzt auf. Die Gesundheit der Prostata ist etwas, das jeder Mann ernst nehmen sollte.