Männer klagen oft über "unvollständige Blasenentleerung"? Das könnte ein Anzeichen für eine Prostatitis sein!
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Häufiger Harndrang, Dranginkontinenz, unvollständige Entleerung – die Prostata „protestiert“
In der Sprechstunde begegnen uns häufig männliche Patienten mit Beschwerden wie: „Herr Professor Yuan, ich muss ständig zur Toilette, habe kaum uriniert, schon wieder Druck und manchmal kommt der Harn nur stoßweise – fühlt sich an, als bliebe immer Restharn. Liegt das an Nierenschwäche?“ Tatsächlich steckt hinter solchen Symptomen oft nicht eine „Nierenschwäche“, sondern vielmehr eine chronische Prostatitis.
Die Prostata ist eine männliche Drüse. Obwohl klein, beeinflusst sie wesentlich die „männliche Vitalität“. Entzündet sie sich, treten Beschwerden wie häufiger Harndrang, Dranginkontinenz, erschwertes Wasserlassen, dünner Harnstrahl, Nachtröpfeln, aber auch Druckgefühl im Dammbereich, Rückenschmerzen und Erschöpfung auf – was die Lebensqualität erheblich mindert.
Viele Männer deuten diese Zeichen fälschlich als „Alterserscheinung“ oder „Nierenschwäche“ und unterschätzen damit eine Prostatitis. Wird nicht rechtzeitig behandelt, kann die anhaltende Entzündung sogar Sexualfunktion und Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

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Wieso erkrankt man an einer Prostatitis?
Prostatitis ist kein „Altersleiden“ – auch junge Männer sind betroffen. Mögliche Auslöser sind:
Langes Sitzen: Büroangestellte, Fahrer oder Gamer – stundenlanges Sitzen verschlechtert die Beckendurchblutung, die Prostata leidet.
Übermäßige Selbstbefriedigung oder häufiger Geschlechtsverkehr: Die Prostata wird dauerhaft überlastet und erholt sich nicht.
Ungeschützter Geschlechtsverkehr: Bakterien dringen in die Prostata ein und verursachen Infektionen.
Stress und Ängste: Überaktivität des sympathischen Nervensystems stört die Prostatfunktion.
Harnverhalt: Wer oft uriniert, obwohl der Drang da ist, riskiert einen Rückfluss des Urins und belastet die Prostata.
Diese scheinbar harmlosen Gewohnheiten können auf Dauer die Prostata reizen.

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„Entzündungshemmung + Regulation“ – Antibiotika allein reichen nicht
Die Behandlung einer Prostatitis erfordert einen Gesamtansatz – nicht nur Symptombekämpfung und schon gar nicht ausschließlich Antibiotika. Gerade bei chronischer Prostatitis mit langem, wiederkehrendem Verlauf ist eine kombinierte Therapie aus westlicher und chinesischer Medizin nötig.
Antibiotika wirken nur bei bakterieller Prostatitis. Bei nicht-bakteriellen Formen helfen Medikamente allein wenig. Hier ist eine traditionell chinesische Diagnostik sinnvoll: Je nach Syndrom – wie Nierenschwäche, Feuchtigkeit-Hitze oder Blutstau – kommen Methoden wie Nierenstärkung, Hitzeklärung, Durchblutungsförderung oder Harntreibung zum Einsatz, um die Körperbalance und Prostatafunktion ursächlich zu regulieren.
Unterstützend wirken physikalische Therapien wie Prostatamassage, Wärmeanwendungen oder Rehabilitation, die die Durchblutung verbessern und Symptome lindern. Psychologische Begleitung und Lebensstilanpassung gehören ebenfalls zur Behandlung.
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Vorbeugung im Alltag wirkt besser als zehn Arzneien
Prostatitis ist eine chronische Erkrankung – „30 % Behandlung, 70 % Pflege“. Männer, die Prostatabeschwerden vorbeugen wollen, sollten besonders auf Alltagsgesundheit achten:
✅ Bewegen, nicht lange sitzen: Nach 1 Stunde Sitzen 5 Minuten aktiv gehen – fördert die Durchblutung.
✅ Regelmäßige Sexualität: Weder exzessiv noch unterdrückend – maßvoll ist ideal.
✅ Nicht einhalten: Bei Harndrang sofort zur Toilette gehen.
✅ Leichte Ernährung: Verzicht auf scharfes, fettiges Essen, Alkohol, Nikotin und Koffein.
✅ Stressmanagement: Ängste und Anspannung vermeiden, Entspannung suchen.
Unterschätzen Sie diese „kleinen Schritte“ nicht – Ihre Prostata wird es Ihnen danken.
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Abschließend
Prostatitis ist nicht furchterregend – gefährlich ist, aus Scham oder Sorge ums Image auf Behandlung zu verzichten. Viele Männer ertragen die Beschwerden, bis aus einer Kleinigkeit ein ernstes Problem wird. Bei Symptomen wie Harnwegstörungen, Druckgefühl im Damm, Erschöpfung oder Rückenschmerzen sollten Sie mutig den Schritt zur frühzeitigen Untersuchung wagen.