Auch Herr Li, über fünfzig, hatte wie viele Männer Bedenken, nicht mehr "zu können". Seine Frau war früh verstorben, und nachdem er seine Kinder mühsam bis zur Familiengründung und Karriere gebracht hatte, wollte er sich auf die Suche nach seiner "zweiten Frühlingsliebe" machen. Glücklicherweise fand er bald eine Freundin, die sich sehr fürsorglich um ihn kümmerte.

Kurz nach der Hochzeit bemerkte Herr Li, dass sein Körper schlappmachte. Nachts litt er unter schmerzenden Lenden und Knien, und auch im Schlafzimmer hatte er zunehmend Schwierigkeiten. Um seine Manneskraft wiederherzustellen, kaufte er – empfohlen von der Apotheke und Freunden – wahllos über zehn verschiedene Potenzmittel, ohne auf seine tatsächlichen Symptome zu achten.

Doch das Gegenteil trat ein: Die Mittel steigerten nicht seine Vitalität, sondern verschlechterten seinen Gesundheitszustand zusehends; er fühlte sich immer erschöpfter. Eines Morgens konnte er nicht mehr aufstehen und litt unter Schwindel, Übelkeit und Appetitverlust. Die Notaufnahme diagnostizierte Schockierendes: Seine Leberenzyme waren auf über 1000 angestiegen – mehr als das 20-Fache des Normalwerts. Die Diagnose lautete "arzneimittelinduzierter Leberschaden".


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Diese schmerzhafte Erfahrung warnt uns: Potenzmittel sind keine Wundermittel zum gedankenlosen Konsum. Falsch angewendet lösen sie keine Probleme, sondern schaden dem Körper erheblich – besonders die Wechselwirkungen verschiedener Medikamente dürfen nicht unterschätzt werden.

Gängige westliche Potenzmittel wie Sildenafil und Tadalafil werden umgangssprachlich "Viagra" genannt. Sie wirken, indem sie die Blutgefäße im Schwellkörper entspannen, sodass mehr Blut einströmen und eine Erektion ermöglichen kann. Wichtig: Beide Substanzen dürfen nicht kombiniert werden, da dies erhebliche Nebenwirkungen hat. Dazu zählen Blutdruckabfall mit Schwindel und Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme wie Übelkeit und Magenschmerzen, neurologische Beschwerden wie Migräne und Schlafstörungen sowie Herz-Kreislauf-Risiken bis hin zu Angina Pectoris.

Patienten, die Nitroglycerin gegen Brustschmerzen einnehmen, dürfen "Viagra" keinesfalls anwenden – die Kombination ist absolut kontraindiziert. Bereits dokumentiert sind Fälle von schwerer Hypotonie bis hin zu Herzinfarkten durch gleichzeitige Einnahme von Sildenafil und Nitraten.

Auch bei traditionellen chinesischen Arzneimitteln (TCM) wie Bawei Yishen Wan, Jingui Shenqi Wan, Liuwei Dihuang Wan, Yougui Wan oder Zuogui Wan mit potenzsteigernder Wirkung ist Vorsicht geboten. Sie müssen exakt auf das Beschwerdebild abgestimmt werden.


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Wer Nieren-Yin-Mangel und Nieren-Yang-Mangel verwechselt, riskiert Verschlimmerung: Bei Yang-Mangel wirkt Yin-stärkende Medizin wie Wasser auf ein kleines Feuer – Kältegefühle und Gliederschmerzen nehmen zu, möglicherweise begleitet von Ödemen, Antriebslosigkeit und Verdauungsstörungen. Umgekehrt heizt Yang-tonisierende Medizin bei Yin-Mangel den Körper übermäßig an, was zu Schwindel, Tinnitus, Unruhe und Schlaflosigkeit führt. Mehrere wärmende Potenzmittel kombiniert verursachen "Hitze"-Symptome wie Halsschmerzen, Aphten oder Nasenbluten.

Tatsächlich wird Erektionsstörungen heute oft Nieren-Yang-Mangel zugeschrieben, besonders bei Männern über fünfzig mit typischen Symptomen wie Lendenschmerzen und schwachen Knien. Hier ist eine gezielte Yang-stärkende Therapie erforderlich, die über einen bestimmten Zeitraum eingenommen werden muss. Eine TCM-Behandlung kann hier Ursachen und Symptome zugleich adressieren. Beispielsweise kombiniert Danlong Bawei Yishen Wan klassische Rezepturen innovativ mit tierischen, insektenbasierten und pflanzlichen Wirkstoffen, um Yang-Mangel-bedingte Erektionsstörungen zu verbessern: Männliche Seidenspinnerraupen regulieren den Sexualhormonspiegel, Epimedium stärkt die Nieren und verbessert Erektionshärte sowie -dauer, Hirschgeweihpaste, Cuscuta-Samen und Eucommia-Rinde kräftigen Leber und Nieren, während Rehmannia-Wurzel, Yamswurzel und Chinesische Angelika das Yin und Blut nähren. Die Rezeptur harmonisiert Yin und Yang mit Schwerpunkt auf Yang-Stärkung und eignet sich besonders für die Langzeittherapie bei Erektionsstörungen und vorzeitigem Samenerguss.

Laut Studien zeigt Bawei Yishen Wan nach etwa zwei Flaschen signifikante Wirkung: Steigerung von Erektionshärte und -dauer, Verbesserung der Libido sowie Linderung von Yang-Mangel-Symptomen wie Rückenschmerzen, Schwitzen und Frösteln. Die Wirksamkeit liegt bei 77,1% – vergleichbar mit Sildenafil – bei Nebenwirkungen von nur 1,94% gegenüber 28,4% bei westlichen Mitteln. Da das Mittel zuckerfrei ist und keine Blutdruck- oder Lipid-steigernden Komponenten enthält, eignet es sich besonders für Patienten mit Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen oder Diabetes.


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Zusätzlich zur Medikation ist eine Lebensstilanpassung entscheidend: Ausreichend Schlaf, Warmhalten zur Vermeidung von Kälteeinwirkung sowie der Verzehr wärmender Nahrungsmittel wie Lammfleisch, Walnüsse und Longanen unterstützen das Nieren-Yang. Kalte Speisen und Getränke sollten gemieden werden. Regelmäßige Bewegung wie Spaziergänge, Joggen oder Tai Chi fördert die Durchblutung, den Stoffwechsel und aktiviert das Yang.

Herr Lis Erfahrung ist eine eindringliche Warnung: Potenz lässt sich nicht durch blinde Medikamenteneinnahme wiederherstellen. Der richtige Weg führt über fachärztliche Beratung und einen gesunden Lebensstil – nur so gelangt man nachhaltig zu Gesundheit und sexueller Zufriedenheit!