Es ist bekannt, dass es verschiedene Klassifizierungsmethoden für vorzeitige Ejakulation gibt. Eine davon unterteilt die Erkrankung in primäre und sekundäre vorzeitige Ejakulation. Die Behandelbarkeit dieser beiden Formen lässt sich nicht pauschal bewerten, sondern hängt von diversen Faktoren ab.

Bild

Die primäre vorzeitige Ejakulation besteht typischerweise von den ersten sexuellen Erfahrungen an und ist durch besonders kurze intravaginale Ejakulationslatenzzeiten charakterisiert. Ihre Ursachen sind komplex und umfassen genetische, neurobiologische sowie psychologische Faktoren. Da die Ätiologie oft unklar bleibt, erfordert die Behandlung meist einen multimodalen Ansatz mit längerfristigen Anpassungen, was die Therapie anspruchsvoll gestaltet.

Bild

Die sekundäre Form entwickelt sich hingegen nach anfänglich normaler sexueller Funktion aufgrund spezifischer Auslöser wie urologischen Erkrankungen (häufigste Ursache: chronische Prostatitis), psychischem Stress oder Medikamentennebenwirkungen. Bei identifizierbarer und behandelbarer Ursache zeigt die Therapie oft signifikante Erfolge und gilt generell als besser behandelbar.

Allerdings variiert der Behandlungserfolg bei beiden Formen individuell. Patienten-spezifische Faktoren wie Therapietreue, psychische Verfassung, Lebensgewohnheiten und die Unterstützung durch den Sexualpartner beeinflussen das Ergebnis maßgeblich.

Bild

Zusammenfassend ist bei vorzeitiger Ejakulation entscheidend, zeitnah medizinischen Rat einzuholen, eine präzise Diagnostik durchzuführen und darauf basierend eine individualisierte Therapiestrategie zu entwickeln.