Ejakulationsstörungen gehören zu den häufigsten Formen männlicher Sexualfunktionsstörungen und weisen eine hohe Prävalenz auf. Zu den Behandlungsmethoden zählen orale Medikamente und topische Anwendungen. Die topische Behandlung ist vielen Patienten bekannt und wird von ihnen akzeptiert. Dennoch gibt es hierbei viele Missverständnisse. Im Folgenden sind einige häufige Fehler bei der Verwendung topischer Medikamente durch Patienten mit Ejakulationsstörungen aufgeführt.

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1. Abhängigkeit von einem einzigen topischen Medikament: Einige Patienten glauben, dass sie ihr Problem allein mit einem topischen Medikament lösen können, und vernachlässigen dabei die Bedeutung einer umfassenden Behandlung. Tatsächlich kann die Behandlung von Ejakulationsstörungen eine Kombination aus psychologischer Beratung, Verhaltenstraining und möglicherweise oralen Medikamenten erfordern.

2. Unsachgemäße Anwendung: Einige Patienten halten sich nicht an die vom Arzt verordnete Häufigkeit, Dosierung oder Anwendungsmethode, z. B. durch übermäßige Dosierung oder zu häufige Anwendung. Dies kann die Wirksamkeit beeinträchtigen oder sogar zu Nebenwirkungen führen.

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3. Vernachlässigung individueller Unterschiede: Unterschiedliche Patienten können unterschiedlich auf dasselbe topische Medikament reagieren. Streng genommen sind topische Medikamente primär für Patienten mit überempfindlichen peripheren Nerven geeignet; bei Patienten mit zentralnervöser Überempfindlichkeit können sie weniger wirksam sein. Ohne Berücksichtigung individueller Faktoren wie Hautempfindlichkeit, Absorptionsfähigkeit oder neuro-sensitive Bereiche kann eine blinde Anwendung die gewünschte Wirkung verfehlen.

4. Erwartung sofortiger Ergebnisse: Die Behandlung von Ejakulationsstörungen ist ein schrittweiser Prozess, auch bei topischen Medikamenten. Einige Patienten brechen die Behandlung ab, wenn sie nach wenigen Anwendungen keine deutliche Besserung feststellen, was nicht korrekt ist.

5. Nichtbeachtung von Nebenwirkungen: Bestimmte topische Medikamente können lokale Hautreaktionen wie Allergien, Rötungen oder Juckreiz verursachen. Wenn diese nicht rechtzeitig behandelt oder das Medikament abgesetzt wird, können weitere unerwünschte Folgen auftreten.

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6. Fehlende Ursachenabklärung: Ejakulationsstörungen können verschiedene Ursachen haben, wie psychologische Faktoren oder physiologische Erkrankungen. Die alleinige Anwendung topischer Medikamente ohne Diagnose der Ursache kann lediglich vorübergehende Linderung bringen, ohne das Problem grundlegend zu lösen.

Wichtig ist, dass bei Ejakulationsstörungen rechtzeitig ein Arzt konsultiert werden sollte, um unter fachlicher Anleitung eine standardisierte und umfassende Behandlung zu erhalten.