Was sind die kleinen Fleischknötchen am Hals und in den Achselhöhlen? Kann man sie direkt mit der Hand entfernen? Wir verraten Ihnen die Antwort
Tante Jiang bemerkte kürzlich beim Blick in den Spiegel, dass sich an ihrem Hals und in den Achselhöhlen plötzlich einige kleine Hautwucherungen gebildet hatten. Sie fühlten sich weich an, verursachten weder Schmerzen noch Juckreiz, sahen aber unschön aus.
"Sind diese Dinger gefährlich? Könnten es Tumore sein? Kann ich sie einfach abziehen?", flüsterte sie ihren Familienmitgliedern zu, schämte sich jedoch, extra deswegen ins Krankenhaus zu gehen. Tatsächlich sind nicht nur Tante Jiang, sondern auch viele ältere Menschen in ihrem Umfeld auf solche "kleinen Hautwucherungen" gestoßen. Sie sind zwar "störend", aber was genau sind sie?
Kann man sie wirklich ohne Folgen einfach mit der Hand abreißen? Im Internet kursieren die unterschiedlichsten Theorien über "kleine Hautwucherungen", aber die Wahrheit könnte Sie überraschen. Heute klären wir dieses Gesundheitsproblem auf, das vielen Menschen Kopfzerbrechen bereitet, besonders der zweite Punkt wird von den meisten übersehen!

Was sind die "kleinen Hautwucherungen" am Hals und unter den Achseln? Meist handelt es sich um gutartige Wucherungen
In den allermeisten Fällen handelt es sich bei den kleinen Hautwucherungen am Hals und in den Achseln um Fibrome oder Warzen. Es sind gutartige Hautwucherungen:
Fibrome, medizinisch als weiche Fibrome bezeichnet, sind gutartige Tumoren der Haut, umgangssprachlich auch als "Stielwarzen" bekannt. Sie sind meist hellbraun, grau-weiß oder hautfarben, fühlen sich weich an und sind in der Größe von einem Reiskorn bis zu einer Erbse variabel. Sie können gestielt oder fadenförmig sein.
Fibrome treten häufig bei Menschen mittleren und höheren Alters auf, bei über 40-Jährigen liegt die Prävalenz bei bis zu 46 %. Sie befinden sich oft an Hals, Achselhöhlen, Leiste und anderen Hautfalten. Warzen werden meist durch Humane Papillomviren (HPV) verursacht. Es sind kleine, erhabene, raue oder körnige Hautveränderungen, die einzeln oder gehäuft an Hals, Achseln, Händen oder Füßen auftreten. Warzen sind ansteckend und können sich im Alltag leicht ausbreiten.

Aktuelle Daten zeigen, dass Fibrome und gewöhnliche Warzen meist gutartig sind, nicht kanzerös werden und die Gesundheit nicht beeinträchtigen. Wenn eine Wucherung jedoch plötzlich wächst, sich schwarz verfärbt, aufbricht oder blutet, ist Vorsicht geboten, und ein Arzt sollte aufgesucht werden, um ein malignes Geschehen auszuschließen.
Kann man kleine Hautwucherungen mit der Hand abreißen? Ärzte warnen: Bloß nicht!
Viele Menschen versuchen, die "kleinen Wucherungen" mit den Fingern abzuknibbeln, abzureißen oder mit einer Schere zu entfernen. Dies kann jedoch leicht zu Verletzungen führen:
An Fingern und Fingernägeln haften Bakterien. Das Abreißen oder Abschneiden der Wucherungen kann zu lokalen Infektionen, Ulzerationen oder Blutungen führen. Bei unsachgemäßer Durchnahme besteht die Gefahr, die Hautoberfläche zu schädigen und Sekundärinfektionen oder sogar größere Narben zu verursachen. Handelt es sich um Warzen, kann gewaltsames Entfernen zur Virusausbreitung und Ausdehnung der Läsionen führen.

Laut dermatologischen Statistiken kommt es bei etwa 27 % der Patienten nach eigenständiger Entfernung zu Infektionen oder vergrößerten Narben, während die Komplikationsrate nach fachgerechter Entfernung unter 8 % liegt. Experten raten: Bei "kleinen Hautwucherungen" sollte immer ein Dermatologe aufgesucht werden, um eine genaue Diagnose und geeignete Behandlung zu erhalten.
Warum bilden sich "kleine Hautwucherungen"? Drei häufige Ursachen
Die Entstehung von Hautwucherungen ist oft nicht nachvollziehbar, doch folgende Faktoren begünstigen ihr Auftreten:
Hautreibung: An Hautfalten wie Hals und Achseln, die durch Schweißbildung und Reibung beansprucht werden, verdickt sich die Hornhaut, was langfristig die Bildung von Fibromen fördert. Übergewicht, das Tragen von Ketten oder enger Kleidung erhöht das Risiko.

Endokrine und metabolische Faktoren: Studien zeigen, dass Menschen mit Diabetes, Adipositas oder metabolischem Syndrom ein 2,6-fach höheres Risiko für Hautwucherungen haben. Hormonelle Schwankungen und Stoffwechselstörungen begünstigen lokale Hautwucherungen.
Virusinfektionen: Einige Wucherungen sind Warzen, die durch HPV verursacht werden und ansteckend sind. Eine Übertragung innerhalb der Familie ist möglich. Interessanterweise können auch Stress und unregelmäßiger Lebenswandel den Hormonhaushalt beeinflussen und so das Wachstum begünstigen.

Wie geht man mit Hautwucherungen um? Richtige Pflege und Management
Wenn Sie kleine Hautwucherungen am Hals oder unter den Achseln haben, beachten Sie Folgendes:
Halten Sie die Haut trocken und sauber, besonders im Sommer oder bei starker Schweißbildung, vermeiden Sie häufige Reibung und anhaltende Feuchtigkeit; tragen Sie seltener Ketten oder enge Kleidung, um die Haut "atmen" zu lassen; ernähren Sie sich ausgewogen, reduzieren Sie fett- und zuckerreiche Lebensmittel, essen Sie mehr frisches Obst, Gemüse und Vollkornprodukte, und achten Sie auf eine tägliche Ballaststoffzufuhr von mindestens 25 Gramm; sorgen Sie für ausreichend Erholung, einen regelmäßigen Tagesrhythmus und reduzieren Sie anhaltenden Stress und Ängste; bei Veränderungen der Wucherungen: wie plötzliches Wachstum, Farbveränderungen, Aufbrechen, Blutung oder massenhaftes Auftreten in kurzer Zeit, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen; falls eine Entfernung notwendig ist, wählen Sie eine dermatologische oder ästhetische Praxis, wo der Arzt nach Diagnose eine geeignete Behandlung wie Kryotherapie, Laser oder chirurgische Entfernung durchführen kann.