Um fünf Uhr morgens wachte Großvater Zhang wieder hustend auf. Draußen dämmerte es gerade, er saß still auf der Bettkante und hörte, wie seine Atmung immer schneller wurde. Seine Frau brachte ihm das Frühstück – wieder die vertrauten Youtiao (Ölgebäck) und Spiegeleier.

Großvater Zhang biss hinein, doch das Engegefühl in der Brust ließ nicht nach, stattdessen wurde der Husten noch heftiger. Er konnte sich ein Stirnrunzeln nicht verkneifen: "Kann es wirklich sein, dass selbst das tägliche Frühstück meine Krankheit beeinflusst?"

Die ärztliche Ermahnung "Bei COPD sind drei Teile Behandlung und sieben Teile Pflege nötig" hallt erneut im Ohr, doch wo genau soll gepflegt werden? Wie soll es gemacht werden?

Viele COPD-Patienten wie Großvater Zhang folgen Tag für Tag ihren "Gewohnheiten", ohne zu wissen, dass einige dieser Angewohnheiten die Erkrankung still und leise verschlimmern.

Noch besorgniserregender ist, dass ein beträchtlicher Teil der Menschen mittleren Alters noch nicht einmal erkennt, dass ihre Atemprobleme und Lungenfunktion sich durch diese kleinen Alltagsdetails grundlegend verändern werden.

Wie also sollten COPD-Patienten ihren Tag sicher gestalten? Was ist das eine Ding, das morgens nicht gegessen werden darf? Welche "unsichtbaren Fallen" werden mittags und abends häufig übersehen? Der Ursache auf den Grund gehend, ist die Antwort für die meisten überraschend.

COPD ist eigentlich keine weit entfernte "Alterskrankheit". In den letzten Jahren entdecken immer mehr Menschen mittleren Alters, dass sie neue Mitglieder der "Kurzatmigkeits-Familie" geworden sind.

Tatsächlich gibt es in China bereits über 100 Millionen kumulierte COPD-Patienten, von denen mehr als die Hälfte erst spät diagnostiziert wird, nachdem wiederkehrender Husten, Auswurf und Atemnot nach wenigen Schritten auftreten.

Überraschenderweise steht nicht jede COPD in direktem Zusammenhang mit "Rauchen". Über 35 % der Patienten haben nie geraucht, leiden aber dennoch unter Kurzatmigkeit, Engegefühl in der Brust und sogar dem Risiko akuter Schübe mit Krankenhausaufenthalten bei einfachen Erkältungen. Dies hängt eng mit den täglichen Lebensgewohnheiten zusammen.

Die Weltgesundheitsorganisation und führende Experten in China weisen gemeinsam darauf hin, dass die tägliche Pflege für COPD-Patienten entscheidender ist als die Behandlung, insbesondere in den drei Tageszeiten "morgens, mittags und abends".

Denn diese drei Zeitfenster sind die Phasen, in denen die Lungenfunktion am stärksten schwankt und besonders anfällig für Umwelteinflüsse und Verhaltensweisen ist. Wird dies vernachlässigt, verschlechtert sich der Zustand leicht wiederkehrend.

Am frühen Morgen wachen Menschen mit COPD oft auf, wenn die Atemwegssekrete am zähflüssigsten sind, und die Bronchien sind besonders "empfindlich und brüchig".

Werden zum Frühstück frittierte Lebensmittel mit hohem Fettgehalt und hoher Temperatur (wie Youtiao, Jianbing, Spiegeleier etc.) verzehrt, kann dies leicht zu einer weiteren Verdickung der Sekrete führen, die Atemwege reizen, den Husten verstärken und sogar einen Bronchospasmus auslösen.

Schlimmer noch: Fettreiche Nahrung erhöht die Wahrscheinlichkeit von gastroösophagealem Reflux. Da die Magen-Darm-Funktion morgens ohnehin geschwächt ist, kann der Reflux die Atemwege reizen und einen Tag mit anhaltendem Husten und Engegefühl in der Brust auslösen.

Studien zeigen, dass der Verzehr von frittierten Lebensmitteln mit einem um bis zu 21,4 % erhöhten Risiko für verstärkten morgendlichen Husten bei COPD korreliert. Daher ist die erste Sache, die man morgens unbedingt vermeiden sollte, frittierte Lebensmittel.

Stattdessen wird empfohlen, warme, leichte, weichgekochte und leicht verdauliche Speisen wie gedämpftes Ei, Reisbrei oder Hirsebrei zu wählen. Dies hilft dem Körper, reibungslos in den Tag zu starten, ohne die Atemwege zu belasten, und reduziert deutlich die unangenehme Situation des "ununterbrochenen Hustens" am frühen Morgen.

Mittags geraten viele COPD-Patienten leicht in zwei Denkfehler:

Erstens: Vor dem Mittagsschlaf Fenster und Türen geschlossen halten und nicht lüften

Mittags steigen die Temperaturen, und viele ältere Menschen haben Angst vor Hitze oder Kälte. Sie bevorzugen es, beim Mittagsschlaf "bei geschlossenen Türen die Seele baumeln zu lassen" und schalten oft sogar die Klimaanlage ein, ohne überhaupt zu lüften. Ein längerer Aufenthalt in einer Umgebung mit verschmutzter Luft und niedrigem Sauerstoffgehalt führt jedoch zu einem Anstieg der CO₂-Konzentration. Verwandte Experimente haben gezeigt, dass bei abnehmender Luftzirkulation im Raum die Wahrscheinlichkeit für "Atemnot" bei COPD-Patienten um 17 % steigt, wenn der Sauerstoffgehalt um 1 % sinkt.

Zudem ist die Lunge von COPD-Patienten ohnehin bereits eine "Belüftungsmaschine" mit begrenzter Effizienz. Bei unzureichender Belüftung steigt die Belastung des Lungengewebes plötzlich an, was nach dem Mittagsschlaf häufig zu verstärkter Müdigkeit und Kurzatmigkeit führen kann.

Der zweite Irrtum ist das sofortige Duschen nach dem Essen.

Nach dem Essen benötigt der Verdauungstrakt eine konzentrierte Blutversorgung. Wenn die Blutflussverteilung zu diesem Zeitpunkt durch das Baden (insbesondere durch Temperaturunterschiede beim Duschen) gestört wird, kann dies leicht zu Schwankungen und Beschwerden der Herz-Lungen-Funktion führen.

Besonders beim Duschen mit heißem Wasser kann die relativ geschlossene, feuchte Badezimmerumgebung die Luftzirkulation weiter verringern und akute Atembeschwerden auslösen. Klinischen Statistiken zufolge haben etwa 15,8 % der COPD-Patienten aufgrund von Brustbeklemmung oder Unwohlsein nach sofortigem Baden nach den Mahlzeiten medizinische Hilfe in Anspruch genommen.

Daher sollten mittags zwei Dinge beachtet werden: Vor der Mittagspause sollten Fenster geöffnet werden, um eine angemessene Luftzirkulation zu gewährleisten; nach dem Essen sollte mindestens 40 Minuten gewartet werden, und beim Baden muss für Belüftung gesorgt werden, um zu vermeiden, dass man mit "vollem Magen" in den stickigen Badezimmerraum geht.

Abends glauben die meisten Menschen fälschlicherweise, dass alles in Ordnung ist, solange sie "rechtzeitig Medikamente einnehmen und früh schlafen gehen". Tatsächlich gibt es jedoch drei oft übersehene Tabus – nicht zu spät aufbleiben, nicht rauchen und den Harndrang nicht unterdrücken.

Die Nacht ist die "goldene Zeit" für die Regeneration der Atemwegsschleimhaut. Häufiges Aufbleiben und eine gestörte zirkadiane Rhythmik können Entzündungen aktivieren und die Reparatur des Lungengewebes beeinträchtigen. Studien zeigen, dass COPD-Patienten mit chronischem Schlafmangel ein um 38,6 % höheres Risiko für akute Exazerbationen haben als Menschen mit regelmäßigem Schlafrhythmus.

Rauchen muss nicht extra erwähnt werden: Selbst wenn COPD-Patienten tagsüber "Enthaltsamkeit" üben, kann eine gelegentliche Zigarette am Abend während des nächtlichen Tiefpunkts der Lungenentgiftung die Atemwegsschäden verstärken und Atemnot auslösen.

Das Problem des Harnverhaltens scheint zwar nichts mit der Lunge zu tun zu haben, aber eine volle Blase in der Nacht erhöht den intraabdominalen Druck, was direkt auf das Zwerchfell drückt, die Lungenausdehnung beeinträchtigt und die Atmung erschwert. Besonders bei Patienten mit Lungenemphysem ist dieser Effekt ausgeprägter.

Gefährlicher als nächtliches Aufbleiben und Rauchen ist die Kombination aller drei Faktoren: eine Zigarettenpackung vor dem Schlafengehen, während man wach bleibt, den Urin zurückhält und mit dem Handy spielt. Diese scheinbar unbedeutenden Gewohnheiten sind in Wirklichkeit die heimlichen Verursacher nächtlicher Symptomverschlechterungen bei COPD.

Da die Erkrankung mit dem Verhalten zusammenhängt, gibt es konkrete Gegenmaßnahmen?

Vermeiden Sie jeden Morgen frittierte, fett- und salzreiche Frühstücke. Entscheiden Sie sich stattdessen für weiche, nahrhafte und leicht verdauliche Speisen wie gedämpfte Eier, Getreidebrei oder Hirsebrei mit Yamswurzel.

Mittags, unabhängig vom Wetter, sollten Sie vor dem Mittagsschlaf für gute Luftzirkulation sorgen, vermeiden, länger als eine Stunde zu schlafen, und die Zeit in geschlossenen, klimatisierten Räumen so weit wie möglich begrenzen. Nach dem Essen sollten Sie unbedingt 40 Minuten ruhen, bevor Sie duschen, und ein gut belüftetes Badezimmer wählen.

Abends sollten Sie streng diszipliniert sein und nicht zu lange aufbleiben, um 7–8 Stunden ausreichenden Schlaf zu gewährleisten. Falls Sie Raucher sind, sollten Sie, selbst wenn Sie nicht sofort ganz aufhören können, entschieden darauf verzichten, nachts zu rauchen. Gehen Sie regelmäßig zur Toilette und halten Sie den Urin nicht zurück – insbesondere vor dem Schlafengehen müssen Sie die Blase vollständig entleeren, bevor Sie sich hinlegen.

Darüber hinaus sollten COPD-Patienten auf keinen Fall aus Angst vor Bewegung ganz auf körperliche Aktivität verzichten. Selbst ein täglicher 10-minütiger Spaziergang vor der Haustür oder Atemübungen können den Rückgang der Lungenfunktion deutlich verlangsamen.

Neueste internationale Daten bestätigen, dass eine durchschnittliche tägliche Schrittzahl von über 3000 Schritten die Verschlechterungsrate von COPD um 18,2 % senken kann.

Viele Patienten und Angehörige konzentrieren sich ausschließlich auf medizinische Maßnahmen wie Medikamente oder Sauerstofftherapie, dabei ist die regelmäßige tägliche Pflege die grundlegende langfristige Methode zur "Vorbeugung und Linderung von Atemnot".