In einem Gemeindekrankenhaus in Shanghai fühlte sich der 68-jährige Großvater Lu in letzter Zeit ständig irgendwie unwohl, ohne genau sagen zu können, was es war: Sein Appetit hatte deutlich nachgelassen, sein Gewicht hatte sich unbemerkt verringert, und selbst sein geliebtes gebratenes Reisgericht mit Sojasauce interessierte ihn nicht mehr. Seine Frau, die alte Wang, ermutigte ihn oft, mehr zu essen, aber er konnte einfach nichts herunterbekommen.

Gelegentliches nächtliches Schwitzen, morgendliche Antriebslosigkeit und stärkere Atemnot beim Treppensteigen als früher. "Liegt es am Alter?", tröstete sich Herr Lu eine Zeitlang. Doch als seine Tochter seine gelbliche Gesichtsfarbe bemerkte, begleitete sie ihn umgehend zu einer Untersuchung in einem großen Krankenhaus. Nach einer Reihe von Untersuchungen teilte der Arzt ernst mit, dass weitere Abklärungen auf bösartige Tumore notwendig seien.

Viele Menschen glauben, dass bösartige Tumore (umgangssprachlich "Krebs") stets lautlos auftreten und erst im fortgeschrittenen Stadium deutliche Symptome zeigen. Ein Expertenteam des Universitätsklinikums der Medizinischen Fakultät der Shanghai Jiao Tong University hat jedoch in langjährigen Forschungen herausgefunden, dass Tumore im Frühstadium oft durch verschiedene "subtile Hinweise" des Körpers auf sich aufmerksam machen.

Diese 6 Arten von Symptomen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, könnte der Schlüssel sein, um eine Tragödie zu verhindern! Haben auch Sie diese kleinen Signale Ihres Körpers übersehen? Insbesondere das 4. Symptom wird oft als "altbekanntes Leiden" abgetan und ignoriert.

Shanghai Jiao Tong University entdeckt: 6 frühe körperliche Anzeichen von bösartigen Tumoren

Bösartige Tumore sind weltweit eine Hauptbedrohung für die menschliche Gesundheit. Allein im Jahr 2022 gab es in China über 4,57 Millionen Neuerkrankungen und mehr als 3 Millionen Todesfälle durch bösartige Tumore. Früherkennung und frühzeitige Behandlung sind die goldene Regel zur Verbesserung der Überlebensrate.

An mehreren der Shanghai Jiao Tong University angeschlossenen Krankenhäusern, insbesondere in Fachzentren für Blutkrankheiten und Onkologie, wurden über einen Zeitraum von zehn Jahren Veränderungen der körperlichen Merkmale bei Hochrisikogruppen verfolgt. Die Zusammenfassung ergab: Wenn sich im Körper bereits bösartige Tumore gebildet haben, treten in den meisten Fällen die folgenden 6 Symptome auf:

Plötzlicher Gewichtsverlust ohne aktive Diät

Wenn das Körpergewicht innerhalb eines halben Jahres um mehr als 5 % abnimmt, selbst ohne bewusste Ernährungskontrolle, ist erhöhte Wachsamkeit geboten. Dies liegt daran, dass viele Tumore große Mengen an Energie verbrauchen und zu Störungen des Nährstoffstoffwechsels im Körper führen. Eine klinische Statistik, die von der Onkologieabteilung des Shanghai Ruijin Hospital geleitet wurde, zeigt, dass etwa 66 % der Patienten, bei denen ein bösartiger Tumor des Verdauungssystems diagnostiziert wurde, 1–3 Monate vor der Diagnose einen deutlichen Gewichtsverlust aufwiesen.

Anhaltendes leichtes Fieber oder unerklärliches Fieber

37.3-38℃

Der abnorme Zellstoffwechsel, der durch Tumore verursacht wird, setzt Entzündungsfaktoren frei oder führt zu anhaltendem leichtem Fieber (meist zwischen 37,3 und 38 °C). Wenn über zwei Wochen hinweg keine infektiöse Ursache gefunden wird, insbesondere in Verbindung mit Gewichtsverlust oder Erschöpfung, sollte dies nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Deutlich verstärkte Erschöpfung und Müdigkeit

慢性疲劳综合征(Chronic Fatigue Syndrome, CFS)

Krebszellen verbrauchen Nährstoffe, und verschiedene von Tumoren freigesetzte Substanzen können ein Chronisches Erschöpfungssyndrom (Chronic Fatigue Syndrome, CFS) verursachen. Patienten beschreiben dies oft als "keine Energie, egal wie viel man schläft", was nicht einfach auf das Alter zurückzuführen ist. Verwandte Daten zeigen, dass 77 % der Patienten mit diagnostizierten bösartigen Tumoren bereits im frühen Krankheitsstadium ein Gefühl der Kraftlosigkeit verspüren.

Appetitverlust oder Schluckbeschwerden

Besonders ausgeprägt sind dies bei gastrointestinalen oder Kopf-Hals-Tumoren. Appetitlosigkeit, das Gefühl der "Verstopfung" beim Essen, sogar Übelkeit und Erbrechen. Umfangreiche epidemiologische Belege zeigen, dass fast 75% der Patienten mit Magenkrebs im Frühstadium über plötzlich verminderten Appetit und Schluckbeschwerden klagen.

Ungeklärte Anämie, Gelbfärbung der Haut oder Neigung zu Blutergüssen

Der Tumor selbst kann die Blutbildung beeinträchtigen und zu Anämie führen (Hämoglobinabfall über 10 g/L), wobei Haut und Schleimhäute blass oder sogar gelblich erscheinen. Dies tritt bei Tumoren der Leber, der Gallenwege und des Blutsystems besonders hervor. Daten zeigen, dass 60 % der neu diagnostizierten Leberkrebspatienten bereits bei der Tumorentdeckung unterschiedlich starke Anämie oder Gelbfärbung der Haut aufweisen.

Abnormes Schwitzen (Nachtschweiß), ausgeprägter Nachtschweiß

Nächtliches Schwitzen, auch als Nachtschweiß bekannt, wird oft fälschlicherweise für Wechseljahrsbeschwerden gehalten. Bösartige Tumore können das sympathische Nervensystem aktivieren, was zu Gefäßerweiterung und übermäßiger Schweißdrüsenaktivität führt. Eine Studie des Ruijin-Krankenhauses aus dem Jahr 2023 ergab, dass die Häufigkeit von Nachtschweiß bei Patienten mit Lymphomen und bestimmten hämatologischen Malignomen bis zu 70 % beträgt, was deutlich über der Rate in der Allgemeinbevölkerung liegt.

Diese Symptome sind manchmal nicht stark oder anhaltend, aber wenn sie wiederholt auftreten und nicht durch häufige Erkrankungen (wie Erkältung, chronische Gastritis usw.) erklärt werden können, sollten sie unbedingt ernst genommen werden. Insbesondere Personen über 50, mit familiärer Krebsanamnese, Rauchern, Alkoholkonsumenten oder bereits an chronischen Erkrankungen Leidenden dürfen keines der genannten Warnzeichen ignorieren.

Früherkennung und frühzeitige Behandlung machen einen enormen Unterschied!

90%

Viele Menschen fürchten, dass Tumore zu spät entdeckt werden und die Behandlungskosten hoch sind. Tatsächlich kann eine frühzeitige Diagnose die 5-Jahres-Überlebensrate jedoch auf über 70% steigern. Bei einigen bösartigen Tumoren (wie z.B. Brustkrebs, Schilddrüsenkrebs oder Darmkrebs im Frühstadium) liegt die 5-Jahres-Überlebensrate sogar bei über 90%.

Ein gemeinsames Forschungsteam der Fudan-Universität und der Shanghai Jiao Tong Universität analysierte die Nachbeobachtungsdaten von über 100.000 Patienten und kam zu folgendem Konsens:

Wenn man bei "fehlenden Symptomen oder nur leichten Auffälligkeiten" rechtzeitig einen Arzt aufsucht und sich aktiv untersuchen lässt (z.B. durch Gastroskopie/Koloskopie, CT, Tumormarker im Blut etc.), können die meisten Tumore in einem frühen oder mittleren Stadium durch eine Operation radikal entfernt oder präzise behandelt werden. Im Gegensatz dazu führt eine späte Diagnose aufgrund von Verzögerungen oder einer "wird-schon-nichts-sein"-Haltung zu einem dramatischen Abfall der Überlebensrate auf 30% oder sogar noch weniger und bringt für die betroffene Person und ihre Familie einen irreversiblen, enormen Druck mit sich.

Wie kann man wissenschaftlich wachsam sein und "Nein" zu Tumoren sagen? Ärzte haben diese 4 praktischen Ratschläge

Nicht jedes Unwohlsein ist ein Vorbote eines Tumors. Entscheidend sind anhaltende, abnormale, ohne erkennbaren Grund auftretende und wiederkehrende kombinierte Symptome. Experten empfehlen:

Achten Sie auf kleine Veränderungen des Körpers: Langfristiger Gewichtsverlust, anhaltendes leichtes Fieber, nächtliches Schwitzen, verminderter Appetit usw. – nehmen Sie diese nicht auf die leichte Schulter.

Jährliche Gesundheitsakte anlegen: Es wird empfohlen, regelmäßige jährliche Gesundheitsuntersuchungen durchzuführen (einschließlich Tumormarker, Thorax- und Abdomen-Bildgebung, Gastroskopie/Koloskopie usw.), insbesondere für Personen über 40 Jahre und solche mit familiärer Vorbelastung.

Qualifizierte Krankenhäuser und Fachärzte wählen: Bei Auftreten typischer Symptome sollten Sie umgehend eine onkologische Fachabteilung in einem Krankenhaus der höchsten Versorgungsstufe (Stufe III, Klasse A) aufsuchen, um Fehlinformationen und Verzögerungen zu vermeiden. Lassen Sie sich in autoritativen Einrichtungen wie der Medizinischen Fakultät der Shanghai Jiao Tong University gründlich untersuchen und wissenschaftlich betreuen.

Lebensstil verbessern, Risiko senken: Eine ausgewogene Ernährung, angemessene Bewegung, Verzicht auf Rauchen und Alkohol, Vermeidung von langem Sitzen und übermäßigem Essen sowie Reduzierung der Aufnahme von fett- und zuckerreichen Lebensmitteln tragen zur Gesunderhaltung des Immunsystems bei.