Wissenschaftliche Bewältigung des Gelenkalters

Arthrose des Kniegelenks ist der "Hauptverursacher von Gelenkproblemen" bei Hunderten Millionen älterer Menschen weltweit. Obwohl diese altersbedingte Erkrankung nicht heilbar ist, können wir durch wissenschaftliche Methoden dafür sorgen, dass unsere Knie auch im Alter stark bleiben!

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Viele kennen das Mahjong-Spiel mit dem "Siebenpaar"-Muster. Heute werde ich ein "Sieben-Paar"-Merkhilfe verwenden, um sieben leicht verständliche Schlüsselwörter zusammenzufassen, die Ihnen helfen, die Therapie der Kniearthrose zu meistern.

I. Grundlegende Strategien: Die Krankheitsprogression an der Wurzel bekämpfen

01 Erstes Paar: Abnehmen – Entlastung für die Knie

Ihre Knie sind wie ein "menschlicher Kran". Jeder zusätzliche Kilogramm Körpergewicht erhöht den Druck auf die Knie beim Gehen um drei Kilogramm! Studien zeigen, dass die Arthrose-Rate bei übergewichtigen Patienten zwischen 12 % und 43 % liegt. Statistiken weisen darauf hin, dass jedes zusätzliche 4,5 kg Körpergewicht die Rate der Kniearthrose um 40 % erhöht, während jedes zusätzliche Pfund (ca. 0,45 kg) die Belastung der Kniescheibenbeläge um 3 bis 6 Mal steigert.

Eine Studie hat gezeigt, dass Frauen, die im Durchschnitt 5 kg abgenommen haben, ihr Risiko für Kniearthrose um 50 % reduziert haben. Dies deutet darauf hin, dass Gewichtsabnahme das Fortschreiten der Kniearthrose bei übergewichtigen Patienten verringern kann. Es ist jedoch wichtig, dass das Abnehmen schrittweise erfolgt, da extreme Diäten zu Muskelabbau führen können, was die Gelenkstabilität beeinträchtigt.

Handlungsanweisungen:

1. Übergewichtige Personen: Ziel ist eine Gewichtsreduktion von 5-10 % durch Ernährungsumstellung und niedrig-schwere Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren.

2. Normalgewichtige Personen: Vermeiden Sie blindes Abnehmen, es ist wichtiger, den Muskelanteil zu erhalten.

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02 Zweites Paar: Trainieren – Stabilisierung der Knie

Die Muskeln um das Kniegelenk herum fungieren als natürliche "Kniestützen". Die Quadrizepsmuskulatur vorne, die Hamstrings hinten und die Gesäßmuskulatur dienen als "Stahlträger", während die Kernmuskulatur die "Grundlage" bildet, um die Gelenkstabilität aufrechtzuerhalten. Gezieltes Muskelaufbautraining kann die dynamische Stabilität des Kniegelenks verbessern.

Empfohlene Übungen:

1. Gerade Beinhebung (äußere Rotation):

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(1) Liegen Sie flach auf dem Rücken, strecken Sie die Beine aus und legen Sie die Füße nebeneinander, die Zehenspitzen nach außen gedreht.

(2) Spannen Sie die Füße an, strecken Sie dann das Knie und heben Sie langsam das Bein etwa 30 Grad an, halten Sie es einige Sekunden, senken Sie es langsam wieder ab und wiederholen Sie die Übung mit dem anderen Bein.

(3) Üben Sie in Sätzen von je 15 Wiederholungen pro Seite, täglich 3 Sätze.

2. Wandplanken:

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(1) Lehnen Sie sich mit dem Rücken an die Wand, stellen Sie die Beine Schulterbreit auseinander und kauern Sie langsam ab, bis die Oberschenkel parallel zum Boden sind, halten Sie die Position 30 Sekunden (je nach individueller Belastbarkeit), um die Vorderseite der Oberschenkelmuskulatur zu aktivieren.

(2) Personen, die Schmerzen beim Treppensteigen oder Kniebeugen haben, sollten diese Übung nicht machen.

3. Brücke:

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(1) Liegen Sie auf dem Rücken, beugen Sie die Beine etwas breiter als Schulterbreit, drücken Sie die Fersen in den Boden und heben Sie den Po an, bis Oberschenkel und Körper in einer Linie liegen.

(2) Atmen Sie aus, wenn Sie den Po anheben, atmen Sie ein, wenn Sie ihn wieder absenken. Spüren Sie, wie der Po langsam vom Boden abhebt und sich oben stark zusammenzieht, halten Sie die Position 2 bis 4 Sekunden, kehren Sie zur Ausgangsposition zurück.

(3) Machen Sie 15-20 Wiederholungen pro Satz, insgesamt 3-5 Sätze.

4. Muschelbewegung (mit Elastikband):

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(1) Legen Sie sich auf die Seite, beugen Sie die Knie so, dass Oberschenkel und Unterschenkel einen Winkel von etwa 90 Grad bilden, die Fersen und der Rücken liegen in einer Linie. Stützen Sie sich mit der oberen Hand vor der Brust ab, legen Sie die untere Hand unter den Kopf, um Hals und Kopf in neutrale Position zu bringen. Befestigen Sie ein Elastikband (15-20 Pfund Widerstand) über den Knien.

(2) Spannen Sie die Gesäßmuskulatur an und öffnen Sie das obere Bein so weit wie möglich, halten Sie die Körperstabilität. Senken Sie das Bein dann wieder herunter, ohne die Knie zu berühren.

(3) Atmen Sie aus, wenn Sie das Bein öffnen, atmen Sie ein, wenn Sie es senken. Achten Sie auf eine langsame Bewegung. Machen Sie 10-15 Wiederholungen pro Satz, insgesamt 3-5 Sätze, ruhen Sie 30-60 Sekunden zwischen den Sätzen. Aktivieren Sie die Gluteus medius-Muskulatur, um das Risiko einer Kniearthrose um 62 % zu senken.

Achten Sie darauf, nach jedem Training 10 Minuten Eis aufzulegen, um Muskelkater von Gelenkschmerzen zu unterscheiden.

II. Symptommanagement in der Akutphase

03 Drittes Paar: Ruhe – Pause für die Knie

Wenn Ihre Knie schmerzen, zwingen Sie sich nicht dazu, weiterzumachen! Genauso wie man bei Fieber Ruhe braucht, benötigen auch die Knie Zeit, um sich zu erholen. Kurze Ruhephasen sind keine Faulheit, sondern helfen, die Gelenzentzündung schneller abklingen zu lassen.

In der Phase akuter Schmerzen: Reduzieren Sie das Laufen oder belastende Aktivitäten, falls nötig, nutzen Sie Gehhilfen; vermeiden Sie den Fehler, hartnäckig weiterzumachen, kurze Ruhephasen (1-2 Wochen) können die Lebensdauer des Gelenks verlängern.

Achten Sie darauf, nicht wegen der Annahme, dass das Knie entzündet, altert oder verschleißt, dauerhaft stillzusitzen, da dies zu Muskelschwund führt und das Knie noch empfindlicher macht. Bürositzende sollten jede Stunde 5 Minuten aufstehen und sich bewegen, um Gelenkstarre zu vermeiden.

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04 Viertes Paar: Behandlung – Entzündung bekämpfen

Entzündung ist der "Auslöser" für Schmerzen, die Behandlung sollte schrittweise erfolgen:

1. Lokale Anwendung: Zunächst Nonsteroidale Antirheumatika (NSAR) in Gelform (z.B. Flurbiprofen), für allergische Personen gibt es Pflaster. Verwendung: maximal 2 Wochen, täglicher Wechsel der Anwendungsstelle, Intervall von 4-6 Stunden. Beachten Sie, ob chinesische Pflaster alle zwei Tage gewechselt werden müssen.

2. Orale Medikamente: Etoricoxib, Diclofenac-Natrium, Ibuprofen, Celecoxib (bei Sulfa-Allergie kontraindiziert) usw., kurzfristige Anwendung: akute Schmerzen maximal eine Woche, chronische Schmerzen normalerweise 3-4 Wochen, höchstens 3 Monate (selten); niemals zwei Medikamente kombiniert.

3. Physiotherapie: Ultraschall, Stoßwellentherapie können die lokale Durchblutung verbessern, sollten unter ärztlicher oder physiotherapeutischer Anleitung durchgeführt werden.

4. Achten Sie darauf, unregelmäßige Kliniken mit "Wundermitteln" zu meiden: Diese sind oft hormonell, kontinuierliche Anwendung kann zu Osteoporose, avaskulärer Nekrose des Hüftkopfs u. a. schweren Risiken führen.

Entzündung ist der "Hauptverursacher" von Schmerzen, die Behandlung muss schrittweise erfolgen. Beginnen Sie mit lokalen Mitteln, um die Entzündung zu lindern, bei starken Schmerzen folgen orale Medikamente, aber glauben Sie nicht an "Wundermittel", da Hormone schädlich sein können. Auch Knie-Nahrungsergänzungsmittel sind in der Regel unwirksam.

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III. Chirurgische Intervention: Präzise Reparatur und Rekonstruktion

Wenn konservative Behandlungen nicht wirken, muss chirurgische Intervention in Betracht gezogen werden, die in drei Phasen unterteilt ist:

05 Fünftes Paar: Korrektur – Justierung der Knie

Für Patienten mit O- oder X-Beinen, deren Knorpel noch gut erhalten ist, kann eine hochgelegte Tibiakopfosteotomie die Lastlinie des unteren Beins korrigieren und die Belastung auf gesündere Knorpelbereiche verlagern. Dies gleicht einer Achsjustierung eines Autos, die die Last auf das Knie gleichmäßig verteilt und den Verschleiß reduziert. Die meisten Patienten können dadurch die Fortschreitung der Arthrose um 5-10 Jahre verzögern.

Zielgruppe:

1. Relativ junge Patienten, deren Gelenkknorpel noch nicht vollständig abgetragen sind.

2. Röntgenbilder zeigen vorhandene Gelenklücken, aber eine Lastlinienabweichung > 5°.

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06 Sechstes Paar: Ergänzung – Patch für die Knie

Für Patienten mit Einraum-Kniearthrose wird nur der abgetragene Knorpelbereich ersetzt, während Kreuzband und Meniskus erhalten bleiben. Dies ähnelt einem Reifenflicken, bei dem nur der defekte Bereich ersetzt wird, während gesunde Strukturen erhalten bleiben. Die postoperative Genesung ist schneller, und das Gefühl ist natürlicher, besonders geeignet für Patienten mit Einraum-Kniearthrose.

Vorteile:

1. Nach der Operation bleibt 90 % der propriozeptiven Wahrnehmung erhalten, die Genesungszeit beträgt nur ein Drittel der einer Totalendoprothese.

2. Geeignet für Patienten mit Einraum-Kniearthrose (z.B. nur medialer Knorpelverschleiß).

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07 Siebentes Paar: Austausch – Neuanfang für die Knie

Wenn die Kniearthrose so fortgeschritten ist, dass der Gelenkknorpel vollständig verschwunden ist, und viele Menschen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben, in den Sechzigern und Siebzigern noch fit sind, aber ihre Knie versagen, sinkt die Lebensqualität rapide. In diesem Fall sollten Sie nicht länger leiden, sondern eine totale Knieendoprothese in Betracht ziehen, die Ihre einzige Rettung sein kann.

Zielgruppe:

1. Radiologische Bilder zeigen sehr enge oder verschwundene Gelenklücken, die Entwicklung hat das Stadium "Knochen an Knochen" erreicht.

2. Schwere Schmerzen im Knie, die die täglichen Aktivitäten erheblich einschränken, und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.

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Langfristige Strategie: Mit Arthrose "friedlich koexistieren"

Verstehen Sie die "Sieben-Paar"-Merkhilfe und entwickeln Sie ein Konzept des "Lebens mit der Erkrankung". Denken Sie daran, dass das Ziel der Behandlung nicht "das Wiedergewinnen der Jugend" ist, sondern durch wissenschaftliches Management die beste Funktionsfähigkeit der Gelenke während des Alterns zu erhalten. Wie Orthopäden sagen: "Statt nach einer Heilung zu streben, lernen Sie, mit der Arthrose elegant zu tanzen."