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Mit zunehmendem Alter sind Senioren häufig von einem Mangel an Kalzium betroffen. Ein Kalziummangel beeinträchtigt nicht nur die Knochengesundheit, sondern kann auch eine Reihe von körperlichen Beschwerden verursachen. Das Wissen um die Anzeichen eines Kalziummangels bei Senioren hilft uns, Probleme frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Heute weist Dr. Sun Haolin, Chefarzt der Peking Universität Erste Krankenhaus darauf hin, dass es sieben wichtige Signale für einen Kalziummangel bei Senioren gibt.


Erstes Signal: Dauerhafte Müdigkeit und Schwäche

Wenn Senioren häufig müde und schwach sind, könnte dies ein Hinweis auf einen Kalziummangel sein. Kalzium ist ein wichtiges Mineral, das für die normale Kontraktion und Entspannung der Muskeln notwendig ist. Ein Mangel an Kalzium führt zu einer Verschlechterung der Muskel Funktion und damit zu Ermüdungsgefühlen. Langfristiger Kalziummangel kann nicht nur zu Muskelschwäche, sondern auch zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität führen.

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Zweites Signal: Rückenschmerzen

Ein Kalziummangel führt zu einer Verringerung der Knochendichte, wodurch die Knochen brüchig werden und leichter brechen oder verformt werden können. Insbesondere wenn die Wirbelsäule osteoporotisch verändert ist und das Körpergewicht nicht mehr tragen kann, kann es zu Kompressionsfrakturen kommen, die anhaltende Rückenschmerzen verursachen. Diese Schmerzen treten besonders unter Druck oder Klopfen deutlich hervor.

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Drittes Signal: Lockerer Zähne

Die Zähne sind der härteste Teil des menschlichen Körpers und bestehen hauptsächlich aus dem Mineral Kalzium. Ein Mangel an Kalzium beeinträchtigt die Zahngesundheit. Bei langfristigem Kalziummangel kommt es zur Resorption des Kieferknochens, was zu lockeren oder leicht abfallenden Zähnen führen kann. Eine 2021 in der Zeitschrift "JDR" veröffentlichte Studie zeigte, dass ein Abfall der Kieferknochen-Dichte um 1 SD (Standardabweichung) das Risiko des Zahnausfalls um 26 % erhöht.

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Viertes Signal: Deutliche Rundung des Rückens (Kifosis)

Senioren neigen aufgrund eines Kalziummangels zu Osteoporose. Leichte Verletzungen im Alltag, wie Husten, Niesen oder plötzliche Bewegungen, können zu Kompressionsfrakturen der Wirbelsäule führen. Wenn die Wirbelkörper komprimiert werden, zeigt sich dies oft als Rundung des Rückens (Kifosis).

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Fünftes Signal: Abnahme der Körpergröße

Wie beim zweiten und vierten Signal, führt ein Kalziummangel zu Osteoporose und damit zu Kompressionsfrakturen der Wirbelsäule. Wenn mehrere Wirbelkörper durch Frakturen komprimiert werden, nimmt die Körpergröße deutlich ab. Wenn Senioren jährlich mehr als 2 cm an Größe verlieren, sollten sie medizinische Hilfe suchen.

Dies gilt insbesondere für Frauen, da nach der Menopause der Östrogenspiegel sinkt und der Schutz der Knochen nachlässt, was zu Rückenschmerzen, Rundung des Rückens und Abnahme der Körpergröße führt.

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Sechstes Signal: Appetitverlust und Verdauungsprobleme

Bei schwerem Hypokalzämie (Blutkalzium < 2,0 mmol/L) kann die Darmmotilität beeinträchtigt werden, was zu Blähungen und Verstopfung führen kann. Ein Kalziummangel geht oft mit einem Vitamin-D-Mangel einher, der wiederum zu Muskelschwäche und Ermüdung führen kann und indirekt den Appetit beeinflusst.

Wenn Senioren gleichzeitig Appetitverlust, Knochenbeschwerden und erhöhte Bruchanfälligkeit haben, sollte auf Störungen der Nebenschilddrüsenfunktion oder chronische Nierenerkrankungen geachtet werden, die sekundäre Störungen des Kalziumstoffwechsels verursachen können.

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Siebentes Signal: Krämpfe

Bei schwerem Kalziummangel (Blutkalzium < 2,0 mmol/L) kann die erhöhte Nerven- und Muskelreizbarkeit zu Krämpfen führen, die oft mit Taubheitsgefühlen in Händen und Füßen sowie Herzrhythmusstörungen einhergehen. Nachts auftretende Beinkrämpfe sind häufig bei Senioren und Schwangeren zu beobachten und können mit Muskelermüdung und schlechter Durchblutung zusammenhängen. Eine 2019 in der "BMJ" veröffentlichte Studie zeigte, dass etwa 12 % der Muskelkrampffälle mit niedrigem Blutkalzium zusammenhängen.

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Wir wünschen Ihnen gute Gesundheit

Wenn Sie eines oder mehrere dieser sieben Signale bemerken, sollten Sie dies ernst nehmen. Es wird empfohlen, sich zeitnah ärztlich untersuchen zu lassen, um einen möglichen Kalziummangel und Osteoporose auszuschließen.

Im täglichen Leben sollten wir darauf achten, eine ausgewogene Ernährung zu pflegen und den Kalziumspiegel zu erhöhen, indem wir z.B. mehr Milch, Tofu und Seetang zu uns nehmen. Darüber hinaus fördern regelmäßige Bewegung und Sonnenlicht die Aufnahme und Nutzung von Kalzium.